Kunststoffprodukte für den Kontakt mit Lebensmitteln: Anforderungen an Prüfung und Dokumentation in der Praxis von PRVÁ CERTIFIKAČNÁ s.r.o.

Kunststoffprodukte für den Kontakt mit Lebensmitteln: Anforderungen an Prüfung und Dokumentation in der Praxis von PRVÁ CERTIFIKAČNÁ s.r.o.
Kunststoffprodukte und Materialien für den Kontakt mit Lebensmitteln (FCM – food contact materials) gehören in der EU zu den am strengsten regulierten Bereichen. Der Grund dafür ist der direkte Kontakt mit dem Lebensmittel und das Risiko der Übertragung chemischer Stoffe auf das vom Menschen konsumierte Produkt. In der Praxis betrifft diese Pflicht nicht nur Verpackungen, sondern auch eine breite Palette technischer Anwendungen von Verschlüssen und Behältern über Spritzgussteile bis hin zu Komponenten von Lebensmittelproduktionslinien und technologischen Anlagen.

Was wird bei FCM beurteilt

Das Grundprinzip ist, dass das Material oder das fertige Produkt bei Kontakt mit dem Lebensmittel:

  • keine Stoffe in Mengen freisetzt, die die Gesundheit gefährden könnten,
  • die Zusammensetzung des Lebensmittels nicht verändert,
  • die sensorischen Eigenschaften (Geschmack, Geruch, Aussehen) nicht verschlechtert.

Daraus ergibt sich die praktische Verpflichtung, die Übereinstimmung mit der Rahmen- und spezifischen Gesetzgebung nachzuweisen, Migrationsprüfungen durchzuführen und über eine korrekte Dokumentation zu verfügen, insbesondere über eine Konformitätserklärung (DoC) und unterstützende Nachweise.

Wen betreffen die FCM-Anforderungen

Die Problematik der Materialien für den Lebensmittelkontakt betrifft nicht nur große Verpackungsproduzenten, sondern auch kleinere Kunststoffverarbeiter, die Komponenten für die Lebensmittelkette liefern. Die Verantwortung trägt also der Hersteller oder gegebenenfalls der Importeur. Ein korrekt aufgesetzter Prozess der Prüfung und Dokumentation ist die Grundlage für das sichere Inverkehrbringen des Produkts und die Minimierung geschäftlicher und rechtlicher Risiken.

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist es, sich ausschließlich auf die Erklärung des Granulatlieferanten zu verlassen, ohne das konkrete fertige Produkt und seine realen Einsatzbedingungen zu bewerten. Die Konformitätsbewertung bezieht sich jedoch erst auf das Endprodukt und dessen konkrete Verwendung.

Entscheidende Parameter sind insbesondere:

  • Art des Lebensmittels
  • Temperatur,
  • Kontaktzeit,
  • Art der Produktanwendung.

In der Praxis bedeutet das, dass dasselbe Material hinsichtlich der Migration in der einen Anwendung in Ordnung sein kann, in einer anderen jedoch nicht – nur deshalb, weil sich die Kontaktbedingungen geändert haben.

Zum Beispiel wird bei additiv oder durch unkonventionelle Technologien gefertigten Produkten oft irrtümlich angenommen, dass das Ausgangsmaterial als geeignet deklariert ist und somit auch das Produkt in Ordnung sein wird. Bei FCM gilt dies jedoch nicht. Das Endprodukt und seine Verwendung müssen beurteilt werden – einschließlich des Einflusses der Technologie auf Oberfläche, Porosität, Rückstände oder Post-Processing.

Lösung in der Praxis: Wie PRVÁ CERTIFIKAČNÁ s.r.o. Ihnen helfen kann

PRVÁ CERTIFIKAČNÁ s.r.o. bietet fachliche Unterstützung beim Nachweis der Konformität von Kunststoffprodukten für den Lebensmittelkontakt – von der Analyse der gesetzlichen Anforderungen über den Entwurf des Prüfplans und die Koordination der Prüfungen in akkreditierten Laboren (einschließlich Migrationsprüfungen) bis hin zur Auswertung der Ergebnisse und der Erstellung der technischen Dokumentation und Konformitätserklärungen. Ziel ist es, dass der Hersteller sein Produkt bei Kontrollen sowie gegenüber Abnehmern fachlich und legislativ verteidigen kann.

Bei Interesse an einer fachlichen Beratung oder der Überprüfung eines konkreten Produkts können Sie sich an PRVÁ CERTIFIKAČNÁ s.r.o. wenden.

Autor: PRVÁ CERTIFIKAČNÁ s.r.o.
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