Strategische Zusammenarbeit zwischen MOL und MVM: Vereinbarung über den Rohölhandel
Die MOL-Gruppe hat bereits seit mehreren Jahren Zugang zu aserbaidschanischem Rohöl. Im Jahr 2020 erwarb sie eine Beteiligung am Ölfeld Azeri-Chirag-Gunashli (ACG), aus dem sie im vergangenen Jahr 5 Millionen Barrel Rohöl in die Region lieferte. Die MVM Group stieg 2024 als Investor in der aserbaidschanischen Region ein, als sie einen Anteil von 5 % an der gemeinsamen Förderung von Erdöl und Erdgas im Feld Shah Deniz erwarb.
Zur Diversifizierung der Energieversorgung in der Region kauft die MOL-Gruppe durchschnittlich 100 000 Barrel Rohöl monatlich aus dem Tiefsee-Förderfeld Shah Deniz in Aserbaidschan. Die Handelskooperation zwischen MOL und MVM umfasst ein jährliches Volumen, das etwa zwei Tankerladungen aserbaidschanischen Rohöls für die Region entspricht - zusätzlich zu einer Tankerladung, die die MOL-Gruppe bereits importiert hat.
Die MOL-Gruppe bemüht sich bereits seit mehreren Jahren um die Diversifizierung des Energieversorgungsportfolios in der Region. Bereits vor 2022 investierte das Unternehmen 170 Millionen USD in den Ausbau der Adria-Pipeline und der zugehörigen Infrastruktur, um die Energiesicherheit der Region durch die Nutzung von mindestens zwei tatsächlich verfügbaren Versorgungsrouten zu stärken. Seitdem hat die MOL-Gruppe 14 verschiedene alternative Rohölsorten getestet und arbeitet weiterhin daran, die technologische Flexibilität ihrer Raffinerien zu erhöhen.
"Die Haltung der MOL-Gruppe ist klar. Je mehr Rohöl aus unterschiedlichen Quellen wir in die Binnenländer der Region transportieren können, desto sicherer und preisgünstiger wird die Kraftstoffversorgung. Seit Jahren arbeiten wir nicht nur an der Modernisierung unserer Raffinerietechnologien und unserer Infrastruktur, sondern auch am Aufbau eines diversifizierten Beschaffungsportfolios. Die Handelsvereinbarung mit MVM stellt einen wichtigen Schritt in unseren Bemühungen dar und bietet uns eine planbare und gesteuerte Lösung. Es bleibt noch viel zu tun, denn die Energiesicherheit der Region erfordert mindestens zwei funktionsfähige und kommerziell wettbewerbsfähige Rohölpipelines. Die Adria-Pipeline kann derzeit nicht als vollwertige Versorgungsroute angesehen werden.," sagte Gabriel Szabó, Vizepräsident für Downstream der MOL-Gruppe.
Die MOL-Gruppe verarbeitet bereits seit mehreren Jahren aserbaidschanisches Rohöl in ihren Raffinerien. Im März 2023 lieferte das Unternehmen leichtes Azeri-Rohöl aus dem Ölfeld Azeri-Chirag-Gunashli (ACG) in Aserbaidschan, an dem es 2020 eine Beteiligung erworben hatte, an seine Raffinerie Slovnaft. Der Tanker mit 80 000 - 90 000 Tonnen Rohöl lief aus dem Hafen Ceyhan in der Türkei aus, und das Rohöl gelangte über die Adria-Pipeline nach Bratislava. Bereits vor 2023 hatte die Raffinerie Slovnaft erfolgreich verschiedene Rohölsorten aus dem Nahen Osten und der kaspischen Region getestet. Die Verarbeitung von Rohöl aus der eigenen Lagerstätte stellte für das Unternehmen jedoch einen bedeutenden Meilenstein dar.
Neben den finanziellen Vorteilen hat die internationale Zusammenarbeit zwischen den beiden größten ungarischen Energieunternehmen auch strategische Bedeutung, da die gemeinsam gecharterten Tanker direkt zur Energiesicherheit Ungarns beitragen.
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SLOVNAFT, a.s.
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