MOL-Gruppe erweitert ihr Portfolio an grüner Energie um die Biomethanproduktion
Die Investition stellt einen bedeutenden Meilenstein im Rahmen der langfristigen Strategie SHAPE TOMORROW der MOL-Gruppe dar. Zugleich erweitert sie das Portfolio des Unternehmens an grüner Energie, stärkt die Energiesicherheit und trägt zu einer nachhaltigen Energieversorgung in der Region bei.
Lokale Energiequellen sind nicht mehr nur ein Vorteil, sondern ein strategischer Faktor. In Mittel- und Osteuropa gilt Biomethan als zukunftsträchtige Lösung, da es auf einer starken landwirtschaftlichen Basis, der bestehenden Gasinfrastruktur und einer realen industriellen Nachfrage aufbauen kann.
Biogas ist eine erneuerbare Energiequelle, die durch die Zersetzung organischer Materialien wie Pflanzenreste, Mist oder Lebensmittelabfälle entsteht. Es besteht hauptsächlich aus Methan sowie Kohlendioxid und weiteren Verbindungen. Die neue Anlage reinigt das Biogas durch die Entfernung von CO₂ und weiteren Beimengungen, wodurch Biomethan mit hoher Reinheit und hohem Energiegehalt entsteht.
Biomethan ist ein geeigneter Ersatz für Erdgas als fossilen Energieträger und stellt dank der entsprechenden grünen Zertifizierung (ISCC) auch ein Produkt mit deutlich höherer Wertschöpfung dar. Sieben Millionen Kubikmeter Gas entsprechen ungefähr dem Jahresverbrauch von 8 500 durchschnittlichen Haushalten.
Darüber hinaus lässt sich Biomethan in Form von bioCNG oder bioLNG direkt im öffentlichen Verkehr und im Güterverkehr einsetzen. Aus organischen Abfällen erzeugte erneuerbare Energie wird so zu Kraftstoff für eine nachhaltigere Mobilität. Es handelt sich um die erste Anlage der MOL-Gruppe zur Biomethanproduktion und zugleich um die dritte Anlage dieser Art in Ungarn. Die Technologie für das Projekt lieferte das italienische Unternehmen Gruppo AB.
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„Die feierliche Eröffnung der Anlage zur Biomethanproduktion in Szarvas stellt für die MOL-Gruppe einen strategischen Meilenstein dar. Mit der Inbetriebnahme unserer ersten Anlage dieser Art stärken wir die Energiesicherheit, erweitern unser Portfolio nachhaltiger Produkte und unternehmen einen weiteren konkreten Schritt zur Umsetzung der Strategie SHAPE TOMORROW. Diese Investition belegt zugleich, dass wir durch die Nutzung des landwirtschaftlichen Potenzials der Region und der bestehenden Gasinfrastruktur eine wettbewerbsfähige, lokal erzeugte Quelle erneuerbarer Energie bereitstellen können. Wir sind überzeugt, dass die grüne Transformation und Wettbewerbsfähigkeit keine gegensätzlichen Ziele sind, sondern Bestrebungen, die sich gegenseitig stärken. Ihre Verwirklichung erfordert jedoch unterstützende europäische Rahmenbedingungen, ein investitionsfreundliches nationales Umfeld und industrielle Innovationen. Langfristig kann MOL Biomethan dank seiner Kompetenzen in den Bereichen Handel, Finanzen und Projektentwicklung zu einem bedeutenden handelbaren Segment des Gasgeschäfts machen“, erklärte Dr. György Bacsa, Strategiedirektor der MOL-Gruppe.
Die MOL-Gruppe erwarb die Biogasanlage in Szarvas im Jahr 2023. In den vergangenen Jahren wurden die 11 bis 12 Millionen Kubikmeter erzeugten Biogases in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen genutzt, die jährlich fast 24 GWh Strom aus erneuerbaren Quellen und eine bedeutende Wärmemenge erzeugten. Dank der aktuellen Modernisierung wurden die Nutzungsmöglichkeiten der Anlage um die Produktion von Biomethan erweitert, das in das Erdgasnetz eingespeist werden kann.
Die Anlage verarbeitet jährlich mehr als 40 000 Tonnen Abfälle aus der fleischverarbeitenden Industrie der Region und weitere 53 000 Tonnen Reststoffe wie Gülle und Putenmist aus umliegenden Tierhaltungs- und Landwirtschaftsbetrieben. Als Rohstoff für die Produktion von Biogas und anschließend Biomethan werden zudem jährlich rund 18 000 Tonnen landwirtschaftliche Substrate genutzt.
Landwirtschaftliche Partner und Rohstofflieferanten spielen eine Schlüsselrolle bei der Sicherstellung einer stabilen und effizienten Versorgung mit Einsatzstoffen. Das Unternehmen plant daher, die Zusammenarbeit mit dem Agrarsektor auch weiterhin auszubauen und zu stärken.
Die beim Betrieb der Anlage in Szarvas gewonnenen Erfahrungen werden der MOL-Gruppe bei der Bewertung künftiger Akquisitionsmöglichkeiten sowie bei der Planung neuer Greenfield-Investitionen helfen.
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