Slovnaft investierte 63 Millionen in die Modernisierung und Erweiterung der Polypropylenproduktion in Bratislava
Die jährliche Produktionskapazität für Polypropylen, das unter den Handelsmarken Tipplen und Tatren vertrieben wird, wurde um 33 000 Tonnen auf 300 000 Tonnen erhöht, wobei die Produktion der am stärksten nachgefragten Polypropylentypen ausgebaut wurde. Slovnaft stellt Polypropylen in rund 20 Spezifikationen her. Im Rahmen des Umbaus der Produktionsanlage wurde auch die Lager- und Logistikinfrastruktur erweitert: Zu den ursprünglich 45 Lagersilos kamen weitere 16 hinzu. Durch die Anpassung der Technologie wurden zudem die freigesetzten Emissionen reduziert, und durch moderne Sicherheitsvorkehrungen in der Logistikinfrastruktur wurde die Sicherheit der Mitarbeiter erhöht.
„Die Modernisierung und Erweiterung der Polypropylenproduktion bei Slovnaft bestätigen den eingeschlagenen Kurs der MOL-Gruppe, die die Produktion fossiler Kraftstoffe schrittweise zugunsten einer höheren Produktion von Basiskunststoffen reduzieren will. Die getätigte Investition stärkt die Position von Slovnaft unter den führenden modernen petrochemischen Werken in Europa“, betont Gabriel Szabó, Vizepräsident für Downstream der MOL-Gruppe.
Die Polypropylen-Produktionsanlage PP3 von Slovnaft befindet sich derzeit im Probebetrieb, bei dem die Technologie feinabgestimmt wird und Leistungs- und Qualitätstests durchgeführt werden. „Die bisherigen Ergebnisse erfüllen alle erwarteten Parameter“, sagt Michal Hušek, Projektleiter für den Umbau der PP3 bei SLOVNAFT, a.s., und ergänzt, dass das Unternehmen die behördliche Genehmigung für den Dauerbetrieb bis Ende dieses Jahres erwartet.
Das Unternehmen Slovnaft begann bereits 2015 mit Marktanalysen und Machbarkeitsstudien. Die Investitionsentscheidung fiel im September 2021. Die Erstellung der Projektdokumentation begann im Sommer 2022 nach der Vertragsunterzeichnung mit dem Lieferanten, dem deutschen Unternehmen Linde Engineering. Der eigentliche Umbau begann im September 2023 und wurde Ende 2024 abgeschlossen. „Die meisten Arbeiten wurden bei laufendem Betrieb der Produktionsanlage durchgeführt, was äußerst anspruchsvoll war und strenge Sicherheitsmaßnahmen erforderte. Auch dank dieser Maßnahmen, vor allem aber dank des verantwortungsbewussten Handelns aller Mitarbeiter, kam es zu keinem Unfall und keiner Verletzung“, erläutert M. Hušek.
Polypropylen wird bei Slovnaft als Granulat in der Farbe von Milchglas hergestellt. Es wird in der Lebensmittel-, Textil- und Möbelindustrie sowie bei der Herstellung von Laborgeräten, Vliesstoffen, Behältern für Lebensmittel oder Kosmetika, Toilettenartikeln, aber beispielsweise auch von Spielzeug eingesetzt.
Die Investition bestätigt die Strategie 2030+ Shape tomorrow der MOL-Gruppe, die eine Reduzierung der Produktion fossiler Kraftstoffe und einen Ausbau der Produktion von Basiskunststoffen vorsieht. Die SLOVNAFT-Gruppe investierte 2024 in die Instandhaltung, Anpassung und Modernisierung ihrer Produktionsanlagen den höchsten Betrag in ihrer Geschichte – 330 Millionen Euro.
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