Ergebnisse der MOL-Gruppe im 1. Quartal: hohes EBITDA vor allem dank sehr guter Performance im Upstream-Bereich
Der Vorstandsvorsitzende und Generaldirektor der MOL-Gruppe, Zsolt Hernádi, erklärte zu den Ergebnissen: „Das Jahr 2022 brachte erneut neue Herausforderungen mit sich. Unter sich rasch verändernden externen Rahmenbedingungen, die instabil und häufig ungünstig waren, hat die MOL-Gruppe bewiesen, dass sie schnell reagieren kann. Das bereinigte CCS-EBITDA im 1. Quartal 2022 in Höhe von 833 Mio. USD bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Die größten Herausforderungen in der kommenden Zeit werden die Sicherheit der Energieversorgung und die Aufrechterhaltung unserer Rentabilität sein. Wir unternehmen erhebliche Anstrengungen, um uns an die neuen Bedingungen anzupassen und unser Portfolio weiter zu diversifizieren, mit dem Ziel, die Energieversorgung in Mittel- und Osteuropa sicherzustellen. Die MOL-Gruppe befindet sich zudem mitten in einem Transformationsprozess, der hohe Investitionen erfordert. Wir sind fest entschlossen, diesen Prozess auch im derzeitigen instabilen Umfeld fortzusetzen. Die MOL-Gruppe hat in der Vergangenheit während mehrerer Krisen Widerstandsfähigkeit bewiesen, und ich bin überzeugt, dass wir unsere Schlüsselrolle bei der Sicherstellung einer planbaren Energieversorgung beibehalten und ein vertrauenswürdiger Partner unserer Kunden, Interessengruppen und der breiten Öffentlichkeit bleiben werden.“
Das EBIDTA im Upstream-Bereich erreichte im ersten Halbjahr 504 Mio. USD, was gegenüber dem Ergebnis des 1. Quartals des Vorjahres einem Anstieg um 104 % entspricht. Zu den guten Ergebnissen trugen die weiter steigenden Öl- und Gaspreise bei – ein Anstieg des Brent-Ölpreises um mehr als 40 USD pro Barrel und eine Verfünffachung der Gas-Spotpreise. Das Fördervolumen ging gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum infolge des natürlichen Förderrückgangs in Mittel- und Osteuropa und Pakistan sowie aufgrund einer rückläufigen Förderung in den ACG-Anlagen in Aserbaidschan zurück. Der nach einer vereinfachten Methode berechnete Cashflow stieg im Upstream-Bereich auf 420 Mio. USD. Die MOL-Gruppe unterzeichnete eine Vereinbarung mit Waldorf Production Limited („Waldorf“) über den Verkauf des gesamten Upstream-Portfolios im Vereinigten Königreich.
Das bereinigte CCS-EBITDA im Downstream-Bereich erreichte 254 Mio. USD und lag damit auf einem ähnlichen Niveau wie im gleichen Vorjahreszeitraum, da das instabile externe Umfeld die Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ beeinflusste. Der rückläufige Beitrag der Petrochemie wurde durch einen höheren EBITDA-Beitrag aus Raffinerieproduktion und Marketing ausgeglichen. Die Differenz beim Preis für Ural-Öl und der Anstieg der Kraftstoffmarge im März wurden teilweise durch sinkende realisierte Preise und deutlich steigende Energiekosten ausgeglichen. Das Absatzvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 11 %. Beeinflusst wurde es durch einen starken Absatzanstieg in Ungarn, da der Markt seit Mitte Februar durch die Deckelung der Großhandelspreise für Kraftstoffe verzerrt war. Die stärkere Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und die Transformation im Downstream-Bereich wurden auch im 1. Quartal 2022 fortgesetzt. Der Bau einer Anlage zur Herstellung von Propylen mit einer Kapazität von 100 Tsd. Tonnen wurde begonnen, und im ersten Quartal wurde die Übernahme von ReMat, einem führenden Kunststoffrecycler auf dem ungarischen Markt, abgeschlossen. Der Polyol-Komplex erreichte im 1. Quartal 2022 einen mechanischen Fertigstellungsgrad von 96 %.
Das EBITDA im Bereich Kundenservices sank im 1. Quartal 2022 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 44 %, obwohl das Absatzvolumen um 20 % und die Anzahl der Transaktionen im Jahresvergleich um 7 % stiegen, was zu einem Ausbau des Marktanteils in der gesamten Region Mittel- und Osteuropa führte. Regulierungsmaßnahmen bei den Kraftstoffpreisen in Ungarn, Kroatien, Serbien, Slowenien sowie Bosnien und Herzegowina setzten das EBITDA ungefähr auf das Niveau des 1. Quartals 2017 zurück, da die Kraftstoffmargen auf Gruppenebene zurückgingen. Die Marge im Nicht-Kraftstoffsegment stieg gegenüber dem Vorjahr um 8 %, wozu vor allem der höhere Absatz von Lebensmitteln, Snacks und Hotdogs beitrug. Die Anzahl der Fresh Corner-Standorte stieg im 1. Quartal 2022 auf 1081 gegenüber 984 im 1. Quartal 2021. Im Januar 2022 unterzeichnete MOL eine Reihe von Vereinbarungen mit Grupa Lotos SA und PKN Orlen, die den Verkauf und Kauf mehrerer Portfoliobestandteile umfassen. MOL erwirbt 417 Tankstellen in Polen und erreicht damit den 3. Platz auf dem lokalen Kraftstoffeinzelhandelsmarkt. Diese Transaktion bedarf der Genehmigung durch die Regulierungsbehörden.
Das EBIDTA im Segment Gas Midstream – Erdgastransport erreichte im 1. Quartal 2022 48 Mio. USD und lag damit auf einem ähnlichen Niveau wie im 1. Quartal des Vorjahres. Negativ wirkten sich die steigenden Gaseinkaufspreise aus, die zu einem Anstieg der Verbrauchskosten auf mehr als das Doppelte führten.
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