MOL entdeckt neues Erdölvorkommen in Westungarn

MOL entdeckt neues Erdölvorkommen in Westungarn
Das Unternehmen MOL hat ein neues Erdölvorkommen in der Nähe der Gemeinde Somogysámson in Westungarn entdeckt. Bei einer im Dezember vergangenen Jahres durchgeführten Erkundungsbohrung wurde Erdöl in einer Tiefe von 1 250 Metern gefunden. Den Testergebnissen zufolge kann die Bohrung im Ölfeld Somogysámson 1 200 Barrel Erdöl pro Tag fördern.

Zsombor Marton, Executive Vice President für Exploration und Förderung der MOL-Gruppe, erklärte dazu: „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir nach einer Reihe von Explorationserfolgen in den vergangenen Jahren erneut ein neues Erdölvorkommen entdeckt haben – diesmal in der Region Transdanubien, wo wir zuletzt vor mehr als zehn Jahren Erdöl gefunden haben. Die Tatsache, dass uns dieser Erfolg im Konzessionsgebiet Bázakerettye gelungen ist, das auf eine fast hundertjährige Tradition in der Erdölindustrie zurückblickt, zeigt eindeutig, dass in Ungarn nach wie vor Potenzial für die Entdeckung neuer Kohlenwasserstoffreserven besteht. Wir entdecken bislang unbekannte Lagerstätten eine nach der anderen und stärken damit weiter die Energiesicherheit des Landes. Dank der Erdöllagerstätten in Vecsés und Tura sowie der Erdgasvorkommen in Ostungarn haben wir bei der heimischen Förderung einen Fünfjahreshöchststand erreicht.“

„Als Binnenland sind wir bei der Erdölversorgung in hohem Maße von Pipelines und Zwischenhändlern abhängig. Daher ist klar, dass wir die Importabhängigkeit Ungarns mit allen verfügbaren Mitteln verringern müssen. Wir werden deshalb weiter investieren und alle Anstrengungen unternehmen, um die Förderung aufrechtzuerhalten und, wenn möglich, auch zu steigern“, ergänzte György Bacsa, Chief Operating Officer von MOL Ungarn.

Die Bohrarbeiten für die neue Bohrung im Ölfeld Somogysámson mit der Bezeichnung Som-8 begannen am 25. November 2024 und wurden nach 33 Tagen zu Weihnachten abgeschlossen. Auf Grundlage der bis März 2025 durchgeführten Tests wurde bestätigt, dass diese Bohrung 1 200 Barrel Erdöl pro Tag fördern kann. Das Erdöl wird anschließend mit Tankfahrzeugen zur Donau-Raffinerie in Százhalombatta transportiert.

Diese neue Entdeckung wird zur Deckung des Energiebedarfs des Landes beitragen. Das Unternehmen MOL verfolgt ehrgeizige Investitionspläne im Bereich Exploration und Förderung und plant, in den nächsten fünf Jahren rund 150 Milliarden HUF in die Erdöl- und Erdgasförderung in Ungarn zu investieren.

MOL ist der größte Kohlenwasserstoffproduzent Ungarns und betreibt fast 1 300 Erdöl- und Erdgasbohrungen. Im Jahr 2024 entfielen auf das Unternehmen 47 % der heimischen Erdölförderung (fast 600 Tausend Tonnen) und fast 90 % der Erdgasförderung (rund 1,5 Milliarden m³). Ungarn spielt eine Schlüsselrolle im Erdöl- und Erdgasförderportfolio der MOL-Gruppe und steht derzeit für rund 39 % der Gesamtförderung.

Die Förderung der Bohrung Som-8 erreicht rund 1 200 Barrel Erdöl pro Tag, was etwa 1 % der gesamten Kohlenwasserstoffförderung der MOL-Gruppe entspricht.

Im Rahmen seines internationalen Portfolios verfügt MOL in neun Ländern über Anlagen zur Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas und fördert in acht davon aktiv Erdöl und Erdgas. Im Jahr 2024 erreichte die tägliche Förderung der Gruppe durchschnittlich 93,8 Tausend Barrel Öläquivalent. Um in den nächsten fünf Jahren das aktualisierte strategische Ziel SHAPE TOMORROW mit einem Förderniveau von mindestens 90 Tausend Barrel pro Tag aufrechtzuerhalten, plant MOL, sein internationales Portfolio weiter zu stärken und weitere strategische Partnerschaften anzustreben. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen kürzlich Kooperationsvereinbarungen mit den nationalen Erdölgesellschaften Kasachstans (KazMunayGas), Aserbaidschans (SOCAR) und der Türkei (Turkish Petroleum) geschlossen.

Autor: SLOVNAFT, a.s.
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