Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) werden zum festen Bestandteil von Unternehmen

Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) werden zum festen Bestandteil von Unternehmen
Die vierte industrielle Revolution fasst Veränderungen zusammen, durch die Prozesse im Verkehr, in der Produktion selbst oder in der Kommunikation mithilfe digitaler Technologien effizienter gestaltet und automatisiert wurden und weiterhin werden. Die aktuellen technologischen Trends werden zudem auch von der Coronavirus-Pandemie beeinflusst, die in mancher Hinsicht zu ihrer schnelleren Etablierung beigetragen hat.

Unternehmen, die den Wechsel in die Online-Welt und den Einsatz moderner Technologien innerhalb mehrerer Jahre geplant hatten, bewältigten plötzlich den gesamten Prozess innerhalb weniger Monate. Es scheint, dass Innovationen vermehrt im Umgang der Menschen mit Technologien stattfinden. Vor allem dank des Internetzugangs, der allgegenwärtig ist. Die 5G-Technologie begünstigt dies zusätzlich. Tschechische Mobilfunkanbieter sind gezwungen, die Preise für Daten zu senken, die ganze Welt verlagert sich in den Cyberspace namens Internet. Das sind Faktoren, die Unternehmen dazu zwingen, anders zu denken. Und vor welchen Herausforderungen steht die Industrie? Automatisierung, Digitalisierung und Daten. Das sind die drei großen Haupttrends, die derzeit im Bereich der digitalen Technologien im Mittelpunkt stehen, vor allem dank der neuen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz (KI).

Automatisierung und KI

 Automatisierung ist gewiss nichts Neues, doch in letzter Zeit sind einige Technologien ausgereift – wie beispielsweise KI (künstliche Intelligenz) oder RPA (robotergestützte Prozessautomatisierung), die das Potenzial haben, die Arbeitsweise nicht nur von Unternehmen, sondern beispielsweise auch von staatlichen Institutionen zu verändern. Algorithmen der künstlichen Intelligenz können Unternehmen Zeit sparen, ihre Abläufe erleichtern und Prozesse automatisieren. Ein Anreiz für ihren Einsatz kann der Spielraum für eigenes Wachstum oder eine höhere Wettbewerbsfähigkeit sein. Typische Beispiele für den Einsatz von KI in der Industrie sind etwa die Vorhersage von Maschinenausfällen, die Erkennung von „Ausschussteilen“ durch optische Prüfungen oder anhand von Daten aus Kontrollpunkten, Chatbots oder Empfehlungsalgorithmen in Onlineshops.

Industrie 4.0, Automatisierung und Chatbots in Produktionsunternehmen  
   

Einen großen Boom erleben auch virtuelle Assistenten beziehungsweise Chatbots, die dank künstlicher Intelligenz über Text- und Sprachnachrichten mit Kunden kommunizieren können. Sie lassen sich auf verschiedenen Geräten und Plattformen einsetzen. Ein großer Trend ist auch die Personalisierung, also die gezielte Ausrichtung und Anpassung der Inhalte an den Nutzer einer Plattform oder den Besucher einer Website.  

Bild, Dokumentation und Nachfrageprognose

Algorithmen der künstlichen Intelligenz werden beispielsweise bei der Digitalisierung von Unternehmensdokumenten eingesetzt. Mithilfe von OCR-Verfahren lassen sich fotografierte Dokumente in maschinenlesbare Dokumente umwandeln. Zudem hat die Pandemie die Digitalisierung erheblich beschleunigt. Obwohl seit vielen Jahrzehnten „digitalisiert“ wird, war dies eher ein allmählicher Prozess. Die Corona-Maßnahmen zwangen die gesamte Gesellschaft, nach Wegen zu suchen, um auch bei eingeschränktem persönlichem Kontakt weiterarbeiten zu können. Durch die Krise mussten sich Menschen und Unternehmen anpassen und effizientere Formen der Zusammenarbeit finden.

Effiziente Datennutzung

Künstliche Intelligenz hilft vielen Unternehmen beim Umgang mit Datenmengen, bei deren Analyse und Auswertung. Daten sind seit dem Aufkommen der digitalen Welt eine ungenutzte Goldgrube und bleiben einer der wichtigsten Trends der digitalen Transformation. Damit Unternehmen im neuen digitalen Ökosystem erfolgreich sind, ist der Umgang mit Daten für sie eine entscheidende Fähigkeit. Organisationen waren auf dem Weg der digitalen Transformation nie allein, die Kunden gingen stets parallel mit und nehmen neue Technologien mit großer Geschwindigkeit an. Sie werden immer versierter, und die glänzenden Zeiten, in denen Unternehmen nur in eine einzige Software zur Datenverwaltung investierten, üblicherweise ein CRM-System, sind vorbei. Herkömmliche Datenplattformen gehen nicht in die Tiefe und lassen einige wesentliche, von Kunden bereitgestellte Daten vermissen. Dieser ineffiziente Ansatz führt somit zu einem unpersönlichen Kundenerlebnis. Und die Organisationen beginnen, sich dessen bewusst zu werden. CDP (Customer Data Platforms) ist eine integrierte Kundendatenbank, die Unternehmen bei der einheitlichen Erfassung von Daten und Big Data, der Verarbeitung, Konsolidierung, Aktivierung und Umsetzung aus Online- und Offline-Kanälen unterstützt.  

Industrie 4.0, Automatisierung und Chatbots in Produktionsunternehmen  
   

Ein weiterer Trend ist die Nutzung von Daten zur Schaffung und Entwicklung neuer Technologien. Bei allen neuen Anwendungen, ob in der intelligenten Industrie, der Landwirtschaft, der Gesundheitsversorgung oder der Logistik, sind die Sicherheit und der Schutz personenbezogener Daten sowie weiterer ausgetauschter Daten von entscheidender Bedeutung. Bestehende Lösungen basieren traditionell auf einer zentralisierten Architektur und sind nicht auf Auditierbarkeit und Unveränderlichkeit ausgerichtet. Ein interessanter Trend in diesem Bereich ist der Einsatz von Blockchain, die eine interessante Alternative darstellen kann.  

Die Auswertung von Daten und die Gewinnung aussagekräftiger Informationen, die zu einer besseren Organisation, Geschäftstätigkeit und Bildung beitragen, stellen für Unternehmen weiterhin eine Herausforderung dar. Es zeigt sich, dass Organisationen nun planen, immer mehr in Kundendatenplattformen zu investieren, um Wachstum und Vermarktung zu fördern, wodurch aus einer „Nice-to-have“-Technologie eine „Need-to-have“-Technologie wird.  

Autor: Renata Faltejsková
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