Dow schließt drei europäische Chemiewerke: Reaktion auf hohe Kosten und schwache Nachfrage

Am 7. Juli 2025 gab Dow (NYSE: DOW) bekannt, dass das Unternehmen im Rahmen seiner Restrukturierungsmaßnahmen die Schließung von drei wichtigen vorgelagerten Chemieanlagen in Europa genehmigt hat. Dabei handelt es sich um den Ethylencracker in Böhlen (Deutschland), die Chloralkali- und Vinylanlagen in Schkopau (Deutschland) sowie das Siloxanwerk in Barry (Vereinigtes Königreich). Die Schließung dieser Anlagen erfolgt schrittweise von Mitte 2026 bis Ende 2027. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die anhaltenden strukturellen Herausforderungen in der europäischen Chemieindustrie und Teil einer umfassenderen Optimierung des globalen Unternehmensportfolios.

Warum Dow diese Schritte unternimmt:

  • Die Reduzierung der Kapazitäten in Europa soll helfen, Angebot und Nachfrage besser in Einklang zu bringen
  • Ziel ist es, energieintensive und kostspielige Teile des Portfolios abzubauen
  • Das Unternehmen will seine Ressourcen auf profitablere Produkte und Regionen konzentrieren
  • Dazu gehören auch die Optimierung des globalen Portfolios und die Steigerung der Margen

Der Beginn des Schließungsprozesses ist für Mitte 2026 geplant. Die vollständige Einstellung des Betriebs wird bis Ende 2027 erwartet, wobei Demontage und mögliche Abrissarbeiten bis 2029 andauern können. Rund 800 Arbeitsplätze werden betroffen sein. Die gesamten Restrukturierungskosten werden auf 630 – 790 Millionen USD geschätzt. 

Dow schließt drei europäische Anlagen  

Dow hat im vergangenen Jahrzehnt mehrfach seine Bereitschaft gezeigt, sich von weniger strategischen oder zu kostspieligen Vermögenswerten zu trennen. Dieser Schritt wird daher als Teil einer langfristigen Strategie zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität im anspruchsvollen europäischen Chemieumfeld angesehen. Zugleich hat das Unternehmen zugesagt, mit lokalen Partnern zusammenzuarbeiten und die Konsultationsverfahren gemäß den gesetzlichen Vorgaben der jeweiligen Länder einzuhalten.

 

Autor: Redaktion PlasticPortal
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