Digitale Fabrik 2.0 auf der MSV konzentriert sich auf die technologische Transformation der Wirtschaft
Konkrete Beispiele werden in den Ausstellungsbereichen aller Branchen und Messehallen zu sehen sein. Einen umfassenden Einblick in die Zukunft der Industrie erhalten die Besucher jedoch in Halle F dank des Projekts Digitale Fabrik 2.0, das sich auf die technologische Transformation der tschechischen Wirtschaft konzentriert. Goldpartner des Projekts ist das Unternehmen Siemens. Zu den weiteren Partnern gehören die Unternehmen Cerebrica und Grant Thornton. Institutioneller Partner ist das Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik.
Die Pandemie hat gezeigt, dass die Digitalisierung eine Notwendigkeit ist. Niemand zweifelt heute am Nutzen von Homeoffice und Fernzugriffen auf Unternehmenssysteme. Dennoch befindet sich die Industrie insgesamt in einer Übergangsphase. Technologisches Wissen und die Fähigkeit, eine bestimmte Komponente oder im Idealfall ein Endprodukt herzustellen, reichen allein nicht aus. Entscheidend ist die Fähigkeit, intelligent mit Daten zu arbeiten, sowohl mit internen als auch mit externen.
„Die tschechische Wirtschaft ist in hohem Maße mit der industriellen Produktion verbunden und steht deshalb heute an einem Scheideweg. Ziel ist es, eine technologische Transformation zu bewältigen, die mit der wirtschaftlich-politischen Transformation der frühen neunziger Jahre vergleichbar ist“, erklärte Zdeněk Havelka vom Unternehmen Cerebrica, Mitorganisator der Digitalen Fabrik 2.0. Die Digitale Fabrik 2.0 will einen Weg aufzeigen, wie sich diese Transformation bewältigen lässt. Angestrebt wird, dass die Tschechische Republik zum „Labor Europas“ wird, in dem neue Technologien und die damit verbundenen Verfahren der industriellen Transformation eingesetzt, erprobt und erfolgreich weiterentwickelt werden, um eine höhere Effizienz und eine ökologisch saubere Industrie zu erreichen. Die tschechische Industrie muss sich von traditionellen Industrieunternehmen zu „technologischen Vorreitern“ der europäischen Wirtschaft wandeln. Die Ausstellung Digitale Fabrik 2.0 will zeigen, wie sich dieser Wandel in Gang setzen und die mit der Digitalisierung verbundene technologische Transformation bewältigen lässt. All dies steht im Einklang mit dem Nationalen Aufbauplan der Tschechischen Republik.
Ausstellung zu Transformationstechnologien
Im Rahmen der Digitalen Fabrik 2.0 wird eine räumlich vernetzte, thematisch strukturierte Ausstellung umgesetzt, die aus Ausstellerinseln besteht, welche die einzelnen Komponenten einer digitalen Fabrik definieren. Hier präsentieren sich Unternehmen wie Siemens, 3Dees Industries, 4dot Mechatronic Systems, Act-in CZ, AYES, Bits4s, Bossard CZ, Cerebrica, dataPartner, EasyCargo – Load efficiently, Grant Thornton, Hardwario, Intemac Solutions, Leadspicker, Mark2 Corporation Czech, NeuronSW, Optisolutions, SIDAT, SKF CZ, stoba Precizní Technika, SysTech Group, The Cloud Provider oder UNIS.
Digitale Bühne
Die digitale Bühne ist ein an die Ausstellung zu Transformationstechnologien anschließender Bereich, in dem die Aussteller ihre Lösungen und interessante Fallstudien präsentieren. Die Aktivitäten auf der digitalen Bühne werden parallel online übertragen. Anschließend werden sämtliche Inhalte für ein Archiv aufbereitet, das auch nach dem Ende der Veranstaltung zugänglich ist.
Konferenz „Tschechische Republik – industrielle Großmacht 2028?“
Die zweite Ausgabe der internationalen Konferenz widmet sich der Frage der digitalen Transformation in der Zeit nach Covid und der anschließenden datenbasierten Vernetzung von Unternehmen, die zu einer höheren Effizienz der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit führt. Die Konferenz befasst sich mit der Definition strategischer Entwicklungsziele der Tschechischen Republik sowie mit Fallstudien zu erfolgreichen Lösungen und Vorgehensweisen. In den einzelnen Themenblöcken werden die wirksamsten Instrumente und Verfahren zur Bewältigung von Problemfeldern vorgestellt. Die Teilnehmer haben zudem die einmalige Gelegenheit, sich an der Diskussion mit den wichtigsten "Akteuren" der Industrie 4.0 zu beteiligen. Zu den Referenten gehören beispielsweise Eduard Palíšek, Generaldirektor der Unternehmensgruppe SIEMENS in der Tschechischen Republik, und Vladimír Mařík, wissenschaftlicher Direktor des Tschechischen Instituts für Informatik, Robotik und Kybernetik der ČVUT in Prag. Die Frage, ob die künftige Entwicklung der Tschechischen Republik in einer neuen Form der Industrie liegt, die aus der Kombination von Expertenwissen mit neuen Technologien (künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge, 5G-Netze) entsteht, beantwortet Petr Očko, stellvertretender Minister für Digitalisierung und Innovation im Ministerium für Industrie und Handel. Er stellt auch die Finanzierungsmöglichkeiten für Transformationsprojekte von Unternehmen aus dem Nationalen Aufbauplan vor. Führende tschechische Ökonomen werden weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und bewerten. Die Konferenz findet am Mittwoch, dem 10. November, statt.
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