Aus Kunststoffabfällen werden wertvolle Produkte: Die MOL-Gruppe führte in Tiszaújváros den ersten Test mit recyceltem Einsatzrohstoff durch
Der Pilotversuch bestätigte die Fähigkeit der MOL-Gruppe, recycelte Rohstoffe, konkret Rohstoffe auf Basis kommunaler Kunststoffabfälle, in hochwertiges Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) umzuwandeln. Dies ist ein bedeutender Schritt im Rahmen der Strategie Shape Tomorrow der MOL-Gruppe, die darauf abzielt, Elemente der Kreislaufwirtschaft in die Produktion zu integrieren und eine führende Position im Bereich der nachhaltigen Petrochemie in Mittel- und Osteuropa aufzubauen.
„Der erfolgreiche Test bestätigt, dass die MOL-Gruppe in der Lage ist, recycelte Rohstoffe im Einklang mit dem ISCC PLUS-zertifizierten Verfahren zu verarbeiten und Kunststoffabfälle in neue, hochwertige Produkte umzuwandeln“, sagte Péter Császár, Vizepräsident von MOL Group Chemicals. „Dieser bedeutende Schritt in Richtung nachhaltiger Petrochemie stärkt unsere führende Position in der Kreislaufwirtschaft in Mittel- und Osteuropa.“
Während des Tests wurde der recycelte Einsatzrohstoff aus kommunalen Abfällen in die Ethylenanlage der MOL-Gruppe eingespeist. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung von Monomeren (Grundbausteinen von Kunststoffen) aus recyceltem Rohstoff und deren anschließende Umwandlung in Polymere. Dabei kam die Massenbilanzmethode zum Einsatz, die den zirkulären Rohstoff bei der gemeinsamen Verarbeitung mit konventionellem Rohstoff erfasst und bewertet. So wird die Bilanzierung der gesamten Prozessströme gewährleistet.
Der erfolgreiche Test knüpft an die ISCC PLUS-Zertifizierung an, die MOL Petrochemicals in Tiszaújváros und Slovnaft in Bratislava im Jahr 2024 für ihre Ethylenanlagen und Polymerproduktionsanlagen erhielten. Die maximale Nutzung von Synergieeffekten im Bereich der Abfallbewirtschaftung ist eine der zentralen Säulen der Strategie Shape Tomorrow. Ziel der MOL-Gruppe ist es, die Transformation hin zu zirkulären Chemikalien fortzusetzen und bis 2030 bis zu 1,5 Millionen Tonnen Rohstoffe für die Energiewirtschaft zu verarbeiten. Dieses Ziel wird durch die Erweiterung des Portfolios unterstützt, das eine Konzession für die Bewirtschaftung kommunaler Abfälle in Ungarn, Übernahmen im Bereich des Kunststoffrecyclings und Partnerschaften zur Entwicklung von Technologien für das chemische Recycling umfasst.
Die MOL-Gruppe wird weitere Arten recycelter Rohstoffe testen und neue Verfahren entwickeln, damit Abfälle zu einem immer wichtigeren Rohstoff für die Kunststoffproduktion werden.
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