Zwölfte Ausgabe der Fachkonferenz FORMY a PLASTY Brno 2023

Zwölfte Ausgabe der Fachkonferenz FORMY a PLASTY Brno 2023
Rund 110 Kunststofffachleute folgten der Einladung von JAN SVOBODA s.r.o. und seinen Partnern in das renovierte Hotel Maximus oberhalb des Brünner Stausees zur größten tschechischen Konferenz FORMY a PLASTY 2023.

Der Titel des ersten Vortrags von Ing. Ján Svoboda lautete „Psychopathische Werkzeuge“. Was hat das mit einem Werkzeug für Kunststoffe zu tun? Psychologen zufolge ist psychopathisches Verhalten die Folge einer gestörten Entwicklung des Kindes in einer sehr frühen Phase. Wird die Betreuung des Kindes in dieser frühen Phase vernachlässigt, entstehen Probleme, die sich nicht mehr beheben lassen. Die Persönlichkeit eines Werkzeugs entsteht in der frühen Entwurfsphase. Ein schlecht konstruiertes Werkzeug wird niemals problemlos arbeiten. 

Der nächste Vortrag des italienischen Heißkanalexperten Gianluca Mozzato von THERMOPLAY S.p.A. befasste sich mit der Einsparung elektrischer Energie bei Heißkanalsystemen und der Vermeidung von Schmelzeleckagen. Das schwächste Glied beim Heißkanal ist häufig der kaufende Kunde. Ein wenig vorausschauender Kunde strebt einen möglichst niedrigen Anschaffungspreis an, ist sich dabei aber nicht bewusst, dass er damit auch weniger Fachwissen einkauft. Im Ergebnis erwarten ihn höhere langfristige Kosten und Probleme während des Betriebs. 

Ondřej Vopravil von technology-support s.r.o. widmete sich der Automatisierung bei der Konstruktion und Fertigung von Elektroden sowie der Vorbereitung des EDM-Prozesses. Für Peartec s.r.o. implementierten sie CAD/CAM Cimatron, eine Software für die Konstruktion und Fertigung von Elektroden, die EDM-Einrichtung von Senkerodierprozessen und alle Arten des CNC-Fräsens. Durch die Implementierung dieser Software stieg die Arbeitseffizienz auf mehr als das Doppelte.

FORMY a PLASTY 2023 - Fachkonferenz für die Kunststoffindustrie  
   

Den vierten Vortrag hielten Jiři Křívánek und Alois Eigner von PROGRESIO s.r.o. gemeinsam zum Thema „Formen Sie Ihre Mitarbeiter – das Unternehmen kommt in Form“ – oder: Investitionen in Menschen zahlen sich aus. Die Grundlage jedes Unternehmens sind Menschen. Die Grundlage eines erfolgreichen Unternehmens sind erfolgreiche Menschen. Erfolgreiche Menschen erledigen gewöhnliche Dinge außergewöhnlich gut. Damit ein Unternehmen weiter wächst, müssen sich die Menschen kontinuierlich weiterentwickeln, also ihr Fachwissen, ihre Kommunikationsfähigkeiten und ihre persönlichen Kompetenzen ausbauen. 

Den fünften Vortrag hielt der italienische Vertreter von FISA Italia srl für Mitteleuropa, Riccardo Strizzi, über die effiziente Reinigung von Werkzeugen für Kunststoffe und Leichtmetalle mithilfe einer verbesserten und innovativen Ultraschalltechnologie. FISA group konzentriert sich seit mehr als 40 Jahren auf die Entwicklung und Herstellung von Ultraschallreinigungsmaschinen. Dank ihrer einzigartigen magnetostriktiven Technologie, die wesentlich wirksamer ist und zuverlässigere Ergebnisse erzielt als das übliche piezoelektrische Verfahren, gehört sie zur Weltspitze.

Ing. Martin Gášek von CARDAM s.r.o. widmete sich der algorithmischen Auslegung von Kühlstrukturen unter Einsatz der additiven Fertigung. Dieses Unternehmen entwickelt und optimiert seit mehreren Jahren einen Algorithmus zur Generierung optimaler Wärmeaustauschsysteme, welche die Vorteile der additiven Technologie maximal nutzen. Er ermöglicht ein kontrolliertes Verhalten der Werkzeuge im Schlüsselbereich des Wärmeaustauschs, der die Produktivität und Qualität der Fertigung maßgeblich beeinflusst. 

Über Bohr- und Gewindeschneidgeräte (nicht nur) für Werkzeuge sowie über das elektromechanische Spannen von Vorrichtungen und Werkzeugen sprach Martin Nevěřil von MAG Centrum s.r.o. Er stellte Geräte des italienischen Unternehmens Volumec vor, das mit den Gewindeschneidmaschinen JOYTAP derzeit die effiziente Herstellung von Gewinden unter beliebigen Winkeln ermöglicht. 

Den Abschluss des ersten Vortragstages gestaltete Aleš Ausperger von Tanitech s.r.o. Er widmete sich ausgewählten Sagen, Mythen und Legenden in der Kunststoffindustrie. Dieser Vortrag wurde sowohl während des Vortrags als auch danach bis spät in die Nacht intensiv diskutiert. Ein einfacher Vergleich der Ausstattung von Spritzgießbetrieben mit der Ausstattung des Fuhrparks offenbarte erhebliche ungenutzte Potenziale im Produktionssystem, mit denen sich die Herstellung von Spritzgussteilen deutlich verbessern lässt.

Mithilfe der App Slido konnten sich alle Teilnehmer online an den Diskussionen der Konferenz beteiligen. 

Anschließend folgte ein Abendbuffet für alle Konferenzteilnehmer, bei dem informelles Networking stattfand. 

FORMY a PLASTY 2023 - Fachkonferenz für die Kunststoffindustrie  
   

Den zweiten Konferenztag eröffnete Roman Stehlík von SFS Group CZ s.r.o. Er referierte über Kosteneinsparungen durch den Einsatz von REMFORM-Schrauben für Kunststoffe. Diese ermöglichen mit ihrem einzigartigen Gewindeprofil die direkte Befestigung in vorbereiteten Bohrungen, ohne die Qualität der Verbindung zu beeinträchtigen.

Für Radek Černý von MachineLOG IT s.r.o., der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, sprang Herr Ján Svoboda ein. Er erläuterte die neue Generation eines patentierten Servicesystems für Spritzgießbetriebe und Werkzeugbaubetriebe. Das patentierte System verhindert wirksam Datenabflüsse und ermöglicht die Kontrolle über durchgeführte Servicearbeiten an Werkzeugen und Spritzgießmaschinen sowie die gesamte Anlagenverwaltung und -wartung.

Auf besonders große Resonanz stieß der Vortrag von Professor Pavel Alexy von der Slowakischen Technischen Universität in Bratislava, der den Zuhörern den vollständig abbaubaren Werkstoff NonOilen vorstellte, hergestellt aus einer Mischung aus Polymilchsäure (PLA) und Polyhydroxybutyrat (PHB). Die ökologische Seite der Kunststoffnutzung wird weltweit immer intensiver diskutiert, insbesondere aufgrund der begrenzten Recyclingmöglichkeiten. Ein Werkstoff, der sich am Ende seines Lebenszyklus bei der Bioabfallbehandlung in Biomasse, Wasser und Kohlendioxid zersetzt, ist daher eine willkommene Alternative zu Standardpolymeren, bei deren Zerfall ökologisch bedenkliches Mikroplastik entsteht. Der Vortrag von Professor Alexy erhielt bei der Bewertung durch die Teilnehmer zu Recht fast zehn von zehn Punkten.

Den Abschlussvortrag hielt Ing. Petr Sůva von Plasty Gabriel s.r.o. über den Einsatz künstlicher Intelligenz (nicht nur) zur Optimierung der Anspritzung von Kunststoffteilen.   

Fotogalerie

Autor: Redaktion PlasticPortal.eu
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  • JAN SVOBODA s.r.o.

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