Nachhaltige Zukunft der Kunststoffmaterialien
„Wir wollen unseren Kunden die Transformation ermöglichen, indem wir ihnen ein Portfolio mit geringerem CO₂-Fußabdruck und vielfältigen Kreislauflösungen anbieten. Wir streben eine höhere Nachhaltigkeit von Kunststoffen während ihres gesamten Lebenszyklus an: von einer ressourceneffizienteren Herstellung über eine verbesserte Nutzung bis hin zu Möglichkeiten, Kunststoffen neues Leben einzuhauchen“, erklärte Martin Jung, Präsident des Unternehmensbereichs Performance Materials von BASF. „Diese Transformation nennen wir #ourplasticsjourney (#unsereKunststoffreise), und mit unserem Plan haben wir eine wichtige Grundlage für diese Transformation geschaffen.“
Schneller auf dem Weg zur CO₂-Neutralität und zum Klimaschutz
BASF hat sich klare Ziele gesetzt, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 25 Prozent gegenüber 2018 (Scope 1 und 2[1]) und um 15 Prozent gegenüber 2022 für Scope 3.1[2] zu senken, mit dem Ziel, bis 2050 CO₂-Neutralität zu erreichen. Der erste und unverzichtbare Schritt der Carbon-Management-Strategie von BASF ist die verstärkte Nutzung von grünem Strom.
„Bereits im Jahr 2023 wurde mehr als ein Drittel der Anlagen unseres Unternehmensbereichs Performance Materials weltweit mit grünem Strom betrieben, und wir arbeiten unermüdlich daran, bis 2025 sämtliche Anlagen vollständig darauf umzustellen“, sagt Martin Jung, Präsident des Unternehmensbereichs Performance Materials von BASF.
Grüner Strom spielt auch am Anfang der Wertschöpfungskette von BASF eine wichtige Rolle, insbesondere im Scope 3.1. 3B Fibreglass, einer der Lieferanten des Unternehmens, liefert BASF Glasfasern, die als Verstärkung für thermoplastische und duroplastische Polymere eingesetzt werden.
![]() |
|
Durch die Nutzung von Solarmodulen zur Stromerzeugung reduziert 3B Fibreglass seine CO₂-Emissionen erheblich. Dadurch wird der reduzierte CO₂-Fußabdruck der Glasfaserprodukte auch auf die Produkte von BASF und letztlich auch auf deren Kunden übertragen. Dieses Vorgehen zeigt das Potenzial der Kreislaufwirtschaft, wenn sich alle Beteiligten zur Nachhaltigkeit verpflichten.
![]() |
|
Unterstützung der Kunden durch nachhaltige zertifizierte Lösungen
BASF lässt seine Produktionsanlagen weltweit aktiv im Rahmen der internationalen Nachhaltigkeits- und CO₂-Zertifizierungssysteme ISCC PLUS und REDCert² zertifizieren. Die meisten Anlagen des Unternehmensbereichs Performance Materials sind nach mindestens einem Standard zertifiziert, und weitere Anlagen in allen Regionen werden bis Ende 2024 zertifiziert.
Diese Systeme zertifizieren die Mengen erneuerbarer Rohstoffe, die biomassebilanzierten Produkten (BMB) zugeordnet werden. Diese erneuerbaren Rohstoffe ersetzen einen Teil der fossilen Rohstoffe, die für die Herstellung ganz am Anfang der Wertschöpfungskette benötigt werden. Dieses Verfahren gewährleistet die gleiche Qualität und die gleichen Produkteigenschaften. Kunden können diese Materialien somit als unmittelbar einsetzbare nachhaltige Lösungen nutzen. Dasselbe gilt für chemisch recycelte Ausgangsrohstoffe wie beispielsweise Pyrolyseöl aus Altreifen oder gemischten Kunststoffabfällen.
„Derzeit bieten wir bereits den Großteil unseres Produktportfolios auf Basis erneuerbarer Rohstoffe und mit einem deutlich geringeren oder sogar einem Netto-CO₂-Fußabdruck von null an. Wir wollen unseren Kunden helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele so schnell wie möglich zu erreichen, und ihnen vielfältige Kreislauflösungen anbieten“, ergänzt Matthias Scheibitz, Leiter Nachhaltigkeit im Unternehmensbereich Performance Materials von BASF.
Ambitioniertes Ziel für ein breiteres Portfolio kreislauforientierter Produkte
BASF strebt danach, den Einsatz zirkulärer Rohstoffe in seinem Produktportfolio zu erhöhen, und sucht nach den besten Lösungen im Bereich der Massenbilanzierung, um die Erwartungen von Kunden aus verschiedenen Industriezweigen zu erfüllen. Der Unternehmensbereich Performance Materials hat sich auf seinem Weg zu mehr Nachhaltigkeit verpflichtet, bis 2030 mindestens 20 % seines Umsatzes im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu erzielen, also mit Produkten, die den Ersatz fossiler Rohstoffe durch zirkuläre Rohstoffe zu mindestens 20 Prozent unterstützen. Zu diesem Ziel trägt bereits heute das Biopolymerportfolio von BASF erheblich bei, das eine optimale Lösung für zertifizierte kompostierbare Verpackungen und landwirtschaftliche Anwendungen bietet. Biopolymere tragen dazu bei, den biologischen Kreislauf zu schließen, indem sie die Menge an Lebensmittelabfällen reduzieren, das organische Recycling von Bioabfällen steigern, dem Boden Nährstoffe zurückführen und die Anreicherung von Mikroplastik in landwirtschaftlichen Böden verhindern.
BASF bietet eine breite Palette kommerziell verfügbarer nachhaltiger Lösungen und gemeinsamer Entwicklungen
Der Unternehmensbereich Performance Materials von BASF betrachtet die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern aus verschiedenen Wertschöpfungsketten als Eckpfeiler seiner Bemühungen um Nachhaltigkeit im Kunststoffbereich. „Es ist unerlässlich, dass wir unseren Kunden kommerzielle und nachhaltige, serienreife Lösungen anbieten und sie mit dem inspirieren, was heute möglich ist“, sagt Jung.
Kreislauffähigkeit muss bereits Bestandteil des Produktdesigns sein. Ein Beispiel ist die innovative Polyurethan(PU)-Schaumtechnologie, die kürzlich vom Unternehmensbereich Performance Materials von BASF entwickelt wurde und ein einfacheres und flexibler anpassbares mechanisches Recycling ermöglicht. Die ersten Lenkradprototypen, die diese Technologie nutzen, wurden kürzlich in Europa und China öffentlich vorgestellt.
Der Leistungsschalter SIRIUS 3RV2 von Siemens ist das erste elektrische Sicherheitsprodukt, das Komponenten aus Kunststoffen enthält, die nach dem Biomassebilanzansatz hergestellt wurden. Dabei wurden die fossilen Ausgangsrohstoffe am Anfang der Wertschöpfungskette durch Biomethan ersetzt, das aus erneuerbaren Quellen wie beispielsweise landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen wird.
![]() |
|
Ebenso wirkte BASF am Hocker Flex Perch von Steelcase mit und setzte dabei Kunststoffe aus chemischem Recycling ein, wodurch deren Verbrennung oder Deponierung vermieden wurde.

In anderen Fällen werden biobasierte und recycelte Rohstoffe ergänzend eingesetzt. Der Türgriff und der Aufpralldämpfer der Mercedes-Benz S-Klasse, die in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz AG entwickelt wurden, enthalten eine Kombination aus Pyrolyseöl aus Altreifen und Biomethan aus organischen Abfällen. Ziel war es, fossile Rohstoffe bei der Herstellung dieser Kunststoffe zu ersetzen und ihre ursprünglichen Eigenschaften zu erhalten.
BASF bietet auch für die Verpackungsindustrie Lösungen zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Rohstoffe an. Das Portfolio zertifizierter kompostierbarer Biopolymere umfasst auch einen nach dem Biomassebilanzansatz hergestellten Typ. Diese Materialien sind nicht nur organisch recycelbar, sondern weisen auch einen um 60 Prozent geringeren Product Carbon Footprint (PCF) im Vergleich zum entsprechenden Standardtyp auf.
Und schließlich bietet BASF auch ein umfassendes Portfolio an technischen Kunststoffen und Polyurethanen mit deutlich reduziertem CO₂-Fußabdruck an. Einige dieser Produkte mit niedrigem PCF erreichen einen CO2-Fußabdruck nahe null und bestätigen damit erneut, dass eine nachhaltige Zukunft der Kunststoffe in greifbarer Nähe liegt. Weitere Informationen finden Sie auf der BASF-Website.
1 Scope 1 erfasst direkte CO2-Emissionen. Sie stammen aus Emissionsquellen an den BASF-Standorten und umfassen beispielsweise BASF-Produktionsanlagen sowie Anlagen zur Energie- und Dampferzeugung. Scope 2 bezieht sich auf indirekte CO2-Emissionen, die BASF-Lieferanten bei der Erzeugung von Energie verursachen, die BASF anschließend für seine Produktion einkauft.
2 Scope-3.1-Emissionen stehen im Zusammenhang mit Waren und Dienstleistungen, die BASF von seinen Lieferanten einkauft.
-
BASF spol. s r.o.
Anbieter chemischer Lösungen, technischer Kunststoffe, Hochleistungskunststoffe und Kautschukmaterialien für anspruchsvolle industrielle Anwendungen.
Lieferanten zu diesem Thema
-
geba Kunststoffcompounds GmbH
Masterbatches für Kunststoffe, Kunststoffregranulat, ABS-Regranulat, Kunststoffregranulat aus ABS, PC, PC/ABS, PA6… -
Remarkplast compounding a.s.
Kunststoffcompounds, Compoundierung von Kunststoffen, Regranulat, Regranulierung von Kunststoffen… -
Puruplast, a.s.
Sammlung und Recycling von Kunststoffen, Herstellung und Verkauf von Kunststoffmaterialien und -produkten… -
Import Export Hurt Spedycja J.J. Sp. z o.o.
Sammlung und Ankauf von Kunststoffabfällen, Kunststoffabfälle, Ankauf, Verkauf, Recycling von Kunststoffen zu… -
Kunststoff- und Farben-GmbH
Recycling, Acrylrecycling, PMMA-Recycling, Pulverisierungsanlagen und Extruder, Polycarbonat-Mahlgut, PMMA-Mahlgut… -
Hard Plastic Recycling s.r.o.
Recycling von Hartkunststoffen, Kunststoffabfälle, Ankauf, Verkauf, Sortierung, Verpressen von Kunststoffen…
Slovnaft und Brantner bündeln ihre Kräfte bei Abfalllieferungen und der stofflichen Verwertung von Asche aus CEZO
02.10.2026 Die Unternehmen SLOVNAFT, a.s., und BRANTNER Slovakia s.r.o. haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Rahmen für eine künftige Zusammenarbeit in zwei Schlüsselbereichen des geplanten Zentrums für energetische Abfallverwertung (CEZO)...


