Mit hochfesten Thermoplasten erleichtern Compoundhersteller Fahrradkonstrukteuren die Arbeit

Mit hochfesten Thermoplasten erleichtern Compoundhersteller Fahrradkonstrukteuren die Arbeit
Urbaner Radverkehr, E-Bike-Boom, Fahrradkultur, Lowtech, Hightech, Radschnellwege – wir erleben den Wandel des Fahrrads vom gewöhnlichen Verkehrsmittel und Sportgerät zum Symbol eines Lebensstils, der sich durch die Betonung von Harmonie, Nachhaltigkeit und Individualität auszeichnet. Immer mehr Menschen weltweit messen dem Fahrrad die gleiche Bedeutung bei, die für sie einst das Auto hatte.

Das Fahrrad wird damit zu einem der Hauptakteure des Megatrends Mobilität. Teil dieses Transformationsprozesses sind auch Menschen, die eine der technologischen Grundlagen für Designer und ihre innovativen Ideen zur Konstruktion verschiedener Fahrradkomponenten schaffen: Hersteller von Kunststoffcompounds und Anwendungsentwickler, die die erforderliche Zusammensetzung und damit auch die Leistungsfähigkeit der Materialien gewährleisten.

Diese Menschen verfügen über das Wissen, die Erfahrung und die kreative Leidenschaft, die nötig sind, um Konstrukteuren und Herstellern von Fahrradkomponenten Materialien anzubieten, die letztlich alle Radfahrer begeistern. Wie beispielsweise Lot van Hooijdonk aus den Niederlanden. „Radfahren ist wie Zauberei: Es hat nur Vorteile.“ Lot muss es wissen – sie ist Stadträtin in Utrecht – einer der drei fahrradfreundlichsten Städte der Welt laut Copenhagenize Index.

Ob Gewichtsreduzierung, Festigkeit, Leichtbau oder Aluminiumersatz – dank hochfester Thermoplaste und umfassender Fachkenntnisse erleichtern Compoundhersteller Konstrukteuren die Arbeit.

Ein erfahrener, praxisorientierter Anwendungsentwickler kann für seinen „Mitspieler“ auf Herstellerseite ein wertvolles Teammitglied sein – ein beständiger und anerkannter Projektpartner. Er kann ihm eine umfassende anwendungstechnische Beratung bieten, von Materialien und Bauteilkonstruktion (Stichwort: Metallersatz) bis hin zur Werkzeugauslegung und Unterstützung bei der Verarbeitung.

Und das entlang der gesamten Prozesskette: vom Entwurf über die Prototypenkonstruktion bis zur Serienfertigung. Für ein einzelnes Produkt ebenso wie für eine ganze Komponentengruppe. Von der ersten Idee – dem ersten „Bleistiftstrich“ – bis zu dem Moment, in dem ein fertiges, geprüftes und einsatzbereites Bauteil auf dem Tisch liegt.

Für eine Komponente:

•  bei der die Auswahl des Materials und des Fertigungsverfahrens unter Berücksichtigung der Effizienz der gesamten Baugruppe erfolgte,
•  die alle erforderlichen Optimierungsschleifen durchlaufen hat (bis sie in einem „angemessenen“ Werkzeug hergestellt, eingesetzt und montiert werden kann, also qualitätsgerecht) und
•  bei der die Recyclingmöglichkeiten im Hinblick auf den CO₂-Fußabdruck und den Produktlebenszyklus berücksichtigt und optimiert wurden.

Vorteil: Rezepturkompetenz

Ein zentrales Element umfassender anwendungstechnischer Beratung sind die thermischen Eigenschaften von Komponenten oder der Metallersatz (der aus zahlreichen Gründen interessant sein kann, sei es zur Gewichtsreduzierung, zur Verringerung des CO₂-Fußabdrucks, zur Vermeidung von Korrosion oder aufgrund von Ressourcenknappheit).

Ein wirklich guter Compoundhersteller oder Anwendungsentwickler kann dabei seine Stärke ausspielen, wenn er auf ein großes Angebot an Hochleistungskunststoffen oder Thermoplasten/Polymeren zurückgreifen kann, die mit jeder Entwicklungsphase und jeder Entwicklungsstufe des Prozesses „Schritt halten“. Ganz einfach deshalb, weil er sie jederzeit so anpassen kann, dass sie das Leistungsniveau von Metallen erreichen oder deren Grenzen sogar überschreiten.

Ob spritzgegossene Hochleistungskunststoffe mit Glas- oder Kohlenstofffasern, verschleiß- und reibungsoptimierte Materialien, Compounds mit gemischten Fasern, Varianten mit ultrahochfesten Kohlenstofffasern oder sogar langfaserverstärkte Thermoplaste: Sie alle ermöglichen es dem Konstrukteur, Metalle zu ersetzen – in diesem Fall insbesondere Komponenten aus Stahl und Aluminium sowie Aluminium- und Magnesiumgussteile.

Der Zugang zu einem solchen „Thermoplast-Werkzeugkasten“ – vergleichbar mit einem Apothekerschrank mit unzähligen Wirkstoffen und ihren möglichen Kombinationen – ermöglicht eine völlig freie Materialwahl. Das bedeutet, dass der Hersteller oder Entwickler bei Bedarf aus dem Materialprogramm eine komplette Baugruppe realisieren kann.

Vorteil: Verarbeitungskompetenz

Bei einer zielgerichteten anwendungstechnischen Beratung spielt auch die Fachkompetenz des Herstellers in der Thermoplastverarbeitung eine wichtige Rolle. Ein wirklich guter Compoundhersteller ist in der Lage, sein Know-how – und damit auch die gesamte Entwicklung und Herstellung von Materialien, beispielsweise aus dem Bereich der Polymere oder der Füll- und Verstärkungsstoffe – direkt auf weitere Verarbeitungstechnologien zu übertragen. Neben dem Spritzgießen gehört dazu auch der 3D-Druck (mit Filamenten, Direktdruck oder Lasersintern). Beispielsweise zur Herstellung weicher, offenzelliger Gitterstrukturen, wie sie für Sättel benötigt werden, oder hochfester Zusatzkomponenten wie Befestigungselemente.

Fazit: Wie im Radsport – der Erfolg hängt vom Team ab

Die beste Baugruppe oder das beste Fahrrad allein machen noch keinen Gesamtsieger. Im übertragenen Sinne gilt das auch für hochfeste Thermoplaste: Selbst das beste Material allein ist keine Garantie für außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit oder innovative Konstruktionsfreiheit. Es bringt nur dann einen Nutzen, wenn es in die Hände eines Experten gelangt, der alle Aspekte der Entwicklung von Fahrradkomponenten kennt.

Im Team der LEHVOSS Gruppe gibt es solche Profis: Hersteller von Kunststoffcompounds oder Anwendungsentwickler, die dem Konstrukteur als wertvolle Teamstütze zur Seite stehen. Sie bieten umfassende anwendungstechnische Beratung zu Materialien, Komponentendesign, Werkzeugen und Verarbeitung. Ihnen steht ein Materialportfolio zur Verfügung, das a) weltweit eingesetzt werden kann und b) in seiner Vielfalt und Qualität konkurrenzlos ist. Und vor allem verfügen sie über die nötige Flexibilität und Schnelligkeit, um jeden Produktänderungszyklus, jeden Entwicklungsschritt, jeden Innovationsdruck und jede Fahrradmesse der Welt erfolgreich zu meistern. Kurz gesagt: Sie können jederzeit einen Gang höher schalten.

Autor: Lehmann&Voss&Co. KG
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