Kunststofffenster lassen sich auch im Winter austauschen, aber planen Sie dies gut!
Doch wie bereiten Sie sich auf den Austausch vor und stellen sicher, dass das beauftragte Unternehmen gute Arbeit leistet? Wir erklären Ihnen, was der gesamte Ablauf umfasst und worauf Sie achten sollten. Nach guter Vorbereitung können Sie die Fenster auch im Winter austauschen lassen!
Wie so oft ist auch bei dieser Entscheidung eine gute Planung das A und O. Ein paar Stunden oder Tage einzusparen, nur um möglichst schnell fertig zu sein, ist nicht unbedingt die beste Idee. Wägen Sie bei Fenstern die Anforderungen an die Wärme- und Schalldämmung in Form des Wärmedurchgangskoeffizienten Uw und des mittleren Schalldämmmaßes – Rw – sorgfältig ab. Wenn Sie den Austausch nicht selbst vornehmen, holen Sie mehrere Angebote ein und bestehen Sie darauf, dass diese die vollständige Ausführung einschließlich der Vorbereitungsarbeiten, der Fensterbänke sowie der abschließenden Ausbesserungsarbeiten und der Abfallentsorgung umfassen.
Ausbau des alten Fensters
Bei älteren Gebäuden müssen Sie das Fenster wahrscheinlich herausstemmen. Anschließend muss die Fensteröffnung vorbereitet werden. Sie muss rechtwinklig, eben und sauber sein, der Untergrund ausreichend tragfähig und möglichst trocken. „Nach dem Herausstemmen des alten Fensters müssen die durch herausgebrochenes Mauerwerk entstandenen Löcher ausgebessert und die Laibung zum Abdichten der Anschlussfuge ausgeglichen werden. Für die Anschlussfuge sollte ein Spalt von 10-25 mm vorgesehen werden, der mit Dämmstoff ausgefüllt wird und so Raum für die Ausdehnung des Fensters bietet. Wichtig ist auch, die Einbaulage des Fensters innerhalb der Wanddicke im Hinblick auf die Wärmedämmung des gesamten Gebäudes richtig zu wählen“, rät Milan Klepsa, Hauptvertreter von VEKA in der Slowakei und Tschechien, einem weltweit führenden Hersteller von Kunststoffprofilen der Klasse A für Fenster und Türen. Er ergänzt, dass auch an weitere Profile gedacht werden muss, beispielsweise zur Befestigung von Fensterbänken oder Rollläden.
Vor dem Einbau des Fensters
Vor dem Einbau der Fenster müssen die Befestigungslöcher vorgebohrt werden. Diese Arbeit sollte besser dem Hersteller/Lieferanten überlassen werden. Prüfen Sie anschließend die Verbindungen und die Geometrie des Rahmens, indem Sie die Diagonalen und die Außenmaße messen. Danach wird eine geeignete innere dampfdichte Folie umlaufend auf den Rahmen geklebt. Nach dem Einsetzen in die Bauöffnung muss das Fenster noch ausgerichtet werden.
Einbau des Fensters
Nach dem Ausrichten des Fensters folgt dessen Verankerung in der Wand. Eine der Möglichkeiten ist die Verwendung von Befestigungsschrauben, die durch den Rahmen in die Laibung geschraubt werden. Sie können das Fenster auch mit sogenannten Bandankern befestigen. „Bei einigen Profilsystemen können Sie die Schraube außerhalb der Kammer mit der Metallverstärkung setzen und so die Gefahr vermeiden, dass Wasser an die Verstärkung gelangt und diese korrodiert. Achten Sie auch auf das Anziehen der Schrauben, damit Sie den Rahmen nicht durch übermäßige Kraft verformen. Die Schrauben müssen auch die Wärmeausdehnung des Rahmens zulassen – dunkle Profile dehnen sich beispielsweise um etwa 1 mm mehr aus als weiße“, erklärt M. Klepsa.
Anschlussfuge
Nach der Verankerung des Fensters muss die Wärmedämmung mithilfe von Montagedichtschaum sichergestellt werden. Nach dem Auftragen und Entfernen des überschüssigen Schaums werden ein dampfdichtes und ein dampfdiffusionsoffenes Band oder ein Kompriband aufgeklebt, das den Dämmschaum vor einem schnellen Verlust seiner Eigenschaften schützt. Zum Schluss werden die innere und die äußere Fensterbank eingebaut, und es müssen nur noch die Schutzfolien vom Rahmen und den Flügeln entfernt werden – allerdings erst nach den Malerarbeiten!
Wann sollte der Austausch stattfinden?
Der Fensteraustausch ist ganzjährig möglich. Kunststofffenster können auch bei Temperaturen bis -10 °C eingebaut werden, wobei ein Fenster üblicherweise innerhalb von 2 Stunden ausgetauscht wird. Die Wärmeverluste des Gebäudes sind somit auch in dieser Jahreszeit vertretbar. Die Monteure sind auch mit Industriestaubsaugern ausgestattet und können dadurch die Staubbelastung auf ein Minimum reduzieren. Ein Vorteil der Montage im Winter ist, dass die Wartezeiten in der Regel kürzer sind.
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