Konferenz PLASTY 2025 in Milovy: Fachthemen, aktuelle Herausforderungen und Diskussion über die Zukunft der Kunststoffindustrie

Konferenz PLASTY 2025 in Milovy: Fachthemen, aktuelle Herausforderungen und Diskussion über die Zukunft der Kunststoffindustrie
Am 10.–11. April 2025 fand im Hotel Devět skal in Milovy die mittlerweile traditionelle Fachkonferenz PLASTY 2025 für Fachleute aus der Kunststoffindustrie statt. Die von Spectra organisierte Veranstaltung zog insgesamt 170 Teilnehmer an und bot Präsentationen von 13 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Kunststoffverarbeitung.

Fachtreffen mit Schwerpunkt auf aktuellen Herausforderungen in der Kunststoffindustrie 

Die Eröffnungsrede hielt Marek Křupka, Geschäftsführer des veranstaltenden Unternehmens, der die Bedeutung des Austauschs von Fachwissen und praktischen Erfahrungen sowie der Beobachtung aktueller Branchentrends hervorhob. Die Konferenz bestätigte erneut ihre Rolle als Plattform, die technisches Fachwissen mit den konkreten Anforderungen und Herausforderungen verbindet, denen sich die Kunststoffindustrie gegenübersieht.

Kunststoffindustrie: Aktuelle Lage, Trends und Nachhaltigkeit 

Im ersten Themenblock wurden Beiträge zur Gesamtentwicklung im Kunststoffsektor vorgestellt. Diskutiert wurden globale Trends beim Kunststoffverbrauch und die stetig wachsenden weltweiten Produktionskapazitäten für Kunststoffgranulat. Auch kritische Betrachtungen zur Zukunftsfähigkeit Europas als Produktionsstandort und zu den Möglichkeiten des Übergangs zu einer CO₂-neutralen Produktion kamen zur Sprache. Einer der Beiträge bot ein konkretes Beispiel für einen möglichst umweltschonenden Produktionsansatz, der den Weg zur Nachhaltigkeit in der Praxis aufzeigt. 

Sektion PROZESS: Künstliche Intelligenz und praktische Softwarewerkzeuge

In der auf die Prozessseite der Produktion ausgerichteten Sektion wurden neue Möglichkeiten für den Einsatz künstlicher Intelligenz vorgestellt – von der Kommunikation mit einem spezialisierten Chatbot zur Lösung von Prozessproblemen bis hin zur Datenanalyse und Unterstützung bei der Stabilisierung der Produktion. Auch Vorführungen intelligenter Assistenten, die auf Veränderungen im Produktionsprozess reagieren, sowie von Assistenten mit einer Schutzfunktion für die Maschine fehlten nicht. Darüber hinaus wurden praktische Anwendungen von Reinigungsgranulaten, Wärmeträgerflüssigkeiten und automatischen Schmiersystemen vorgestellt. Die Teilnehmer schätzten die konkreten Praxisbeispiele und die Diskussionen über den Nutzen dieser Technologien für die Verbesserung der Effizienz und Qualität der Produktion.

Konferenz PLASTY 2025  
   

Sektion MATERIALIEN: Recycling, Additivierung, Regranulate und Gesetzgebung

Die Materialsektion widmete sich insbesondere der Verarbeitung von Kunststoffabfällen und der Sicherstellung der Qualität von Regranulaten. Vorgestellt wurden Labortests zur Kontrolle des Eingangs- und Ausgangsmaterials, und behandelt wurden die Problematik des Preisdrucks sowie die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit des Rezyklatanteils in Produkten. Auch Beiträge zur Additivierung von Kunststoffen – einschließlich des Einsatzes von UV-Stabilisatoren, Antistatika und Verarbeitungshilfsmitteln – sowie zu den Möglichkeiten der Modifizierung von Regranulaten wurden vorgestellt. Einer der Beiträge befasste sich mit dem aktuellen Stand der Gesetzgebung zum Umgang mit Kunststoffen, zum Verpackungsrecycling und zur neuen Richtlinie zur Vermeidung des sogenannten Greenwashings. 

Sektion WERKZEUGE UND MASCHINEN: Reparaturen, Wartung und Effizienz

Die letzte thematische Sektion konzentrierte sich auf technische Aspekte von Werkzeugen und Maschinenausrüstung. Gesprochen wurde über die Reinigung und Schmierung von Werkzeugen, die Eignung einzelner Medien, aber auch über häufige Fehler und die Grundsätze einer sachgerechten Wartung. Aufmerksamkeit erregten die Themen Reparaturen von Werkzeugen und Schnecken, bei denen die Unterschiede zwischen idealen und tatsächlich möglichen Lösungen unter Produktionsbedingungen angesprochen wurden. Erwähnt wurden auch verschiedene Schneckentypen und ihre Lebensdauer in Abhängigkeit vom Verarbeitungsverfahren. Zu den weiteren vorgestellten Bereichen gehörten intelligente Fertigungszellen, die Automatisierung der Peripherie und neue Ansätze zur Werkzeugkühlung, z. B. ein Vergleich zwischen konventioneller und gepulster Temperierung. Es wurden Möglichkeiten aufgezeigt, menschliche Fehler - Verwechslungen oder die Nichteinhaltung technologischer Abläufe - zu vermeiden.

Geschichte und Tradition von Fachtreffen in der Kunststoffindustrie

Zum Abschluss des ersten Konferenztages erinnerte Herr Jaroslav Novák, langjähriges Mitglied des Verbands Uniplast, an die Geschichte der Kunststoffkonferenzen und -seminare in der ehemaligen Tschechoslowakei. Diese Tradition reicht bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Sein Beitrag erinnerte daran, wie bedeutend Treffen von Fachleuten zum Erfahrungsaustausch und zur fachlichen Weiterentwicklung waren und nach wie vor sind.

Zusammenfassung und Nutzen der Konferenz PLASTY 2025

Das zweitägige Programm bot nicht nur Fachpräsentationen, sondern auch Raum für Networking, Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Das Ziel, Fachleute aus dem gesamten Sektor miteinander zu vernetzen, Raum für eine offene Debatte zu schaffen und Impulse aus der Praxis zu vermitteln, wurde vollständig erreicht. 

Teilnehmende Unternehmen: Spectra, Arburg, Boco, Engel, Fanuc, Korinex, Mepac, PP Kovanda, Radka, Remiva, Uniplast, Valplast SK, Wittmann.

Fotogalerie

Autor: SPECTRA spol. s r.o.
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