Internationale Maschinenbaumesse 2024 in Brünn im Zeichen der Digitalisierung - Fotogalerie Teil 2, Hallen A2, B, E, F2
Im Zeichen der Digitalisierung
Automatisierung, Digitalisierung und die Möglichkeiten des Einsatzes künstlicher Intelligenz in der Industrie waren auf der MSV in aller Munde. Zum fünften Mal fand das Projekt Digitale Fabrik 2.0 statt, an dem sich in diesem Jahr mehr als 40 Unternehmen beteiligten, angeführt vom Goldpartner – dem Nationalen Zentrum für Industrie 4.0. „In diesem Jahr hatten wir einen wirklich großen Messestand, den wir gemeinsam mit zehn Partnern gestaltet haben. Es ist uns gelungen, wirklich viele Besucher hierher einzuladen und ihnen unsere Technologien und Dienstleistungen vorzustellen. Unser Stand zog auch dank publikumswirksamer Exponate wie einer robotergesteuerten Zapfanlage, Drohnensystemen oder einem Roboterhund mit Bildübertragung ins Studio die Aufmerksamkeit auf sich,“ bewertete Alena Nováková, Kommunikationsmanagerin und Pressesprecherin des Nationalen Zentrums für Industrie 4.0, das Projekt.
Neuer Bereich 3DEXPO PRO für additive Fertigung
Erstmals war die größte Schau professioneller 3D-Drucker, 3D-Scanner und zugehöriger Dienstleistungen auf dem tschechischen Markt Teil der MSV. Auf einer Fläche von mehr als 1000 Quadratmetern präsentierten die insgesamt 26 Aussteller – eine Rekordzahl – Produkte von fünfzig Marken. Gemeinsam mit der Fachkonferenz Forum für additive Fertigung, an der führende tschechische und internationale Experten teilnahmen, bot dies eine außergewöhnliche Gelegenheit, Neuheiten und Trends auf dem Markt für 3D-Drucker kennenzulernen. „Trotz der angespannten Lage in der Industrie ist es uns bei der 10. Ausgabe unserer Konferenz und Ausstellung zum 3D-Druck gelungen, bei allen Kennzahlen Rekordwerte zu erreichen. Die repräsentativen Räumlichkeiten der Rotunde verliehen uns Glanz, und die Veranstaltung lag eine Stufe über allem, was wir in den vergangenen Jahren gemacht haben. Die Aussteller sind zufrieden, und noch nie in meinem Leben habe ich Dutzende Dankesnachrichten von Menschen erhalten, die uns besucht haben,“ sagte Jan Homola, Organisator beider Veranstaltungen, über die diesjährige Ausgabe.
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| Halle A2 mit der 3D-Druck-Ausstellung |
Im Rahmen des fachlichen Begleitprogramms fanden Dutzende Veranstaltungen statt – Konferenzen, Workshops, Seminare und Podiumsdiskussionen. Untrennbar mit der MSV verbunden ist das Matchmaking-Projekt Kontakt-Kontrakt, das in diesem Jahr Hunderte Treffen zwischen Geschäftspartnern vermittelte. Das traditionelle Projekt Kaletech Packaging Live zeigte eine beispielhafte Verpackungslinie, und viele Besucher interessierten sich für die neue Technologieausstellung, die anhand von Fallstudien die Erfahrungen tschechischer Fertigungsunternehmen mit dem Einsatz neuer produktiver Technologien vorstellte.
Goldmedaille der MSV 2024 und erstmals auch der Preis für Industriedesign der MSV
Auch in diesem Jahr konkurrierten die Exponate der Aussteller um die renommierte Auszeichnung Goldmedaille der MSV. Die Fachjury verlieh sechs Goldmedaillen an innovative Exponate. Bereits zum achtzehnten Mal wurde außerdem die Goldmedaille für das schöpferische technische Lebenswerk und erbrachte Innovationsleistungen verliehen, und zwar an Prof. Přemysl Janíček, der an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Brünn tätig war.
In der Kategorie Innovationen bei Materialien, Komponenten und Antrieben im Maschinenbau erhielt das Exponat sequenzielles Achtgang-Tandemgetriebe mit drei Wellen, das von der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität in Košice vorgestellt wurde, die Goldmedaille. In der Kategorie Innovation einer Produktionsmaschine siegte das Exponat weiterentwickeltes CNC-Ausbildungssystem für berufsbildende weiterführende Schulen des Herstellers DynamiTech und des Ausstellers Siemens. In der Kategorie Technologieinnovation für nachhaltige Produktion zeichnete die Jury das Exponat Batteriespeicher mit hoher Kapazität AEE, ECOGI-BU1S des slowakischen Herstellers und Ausstellers M-D-J aus. Die Goldmedaille in der Kategorie Innovationen in der industriellen Automatisierung, in digitalen Technologien und in Industrie 4.0 erhielt das Exponat Koordinatenmessgerät Renishaw AGILITY S12129 des Ausstellers Renishaw. In der Kategorie Innovationen in Transport und Logistik wurde das Exponat flexibles modulares System zum Bau von Radwegen auf ungenutzten Bahnstrecken ausgezeichnet, das aus einer tschechisch-slowakischen Zusammenarbeit hervorgegangen ist und von der Fakultät für Maschinenbau der Slowakischen Technischen Universität in Bratislava ausgestellt wurde. Neu war in diesem Jahr die Verleihung der Goldmedaille des Juryvorsitzenden für ein herausragendes Ergebnis der Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung zwischen dem akademischen und dem industriellen Bereich. Diese Auszeichnung erhielt das Exponat elektrochemisches Polieren der Oberfläche additiv gefertigter Metallteile des Herstellers ONE3D und des Ausstellers Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Brünn.
Erstmals wurden auf der diesjährigen MSV auch Preise für Industriedesign verliehen, und zwar unter der Leitung des Designzentrums von CzechTrade. Ziel des neuen Wettbewerbs ist es, Industriedesign als Instrument für kreative Lösungen im Maschinenbau und in der elektrotechnischen Industrie bekannter zu machen. Die Jury wählte unter allen ausgestellten Exponaten aus und vergab den ersten Platz an das Unternehmen Prusa Research für den 3D-Drucker mit Delta-Kinematik PRUSA PRO HT90. Den zweiten Preis erhielt das Unternehmen Pegas–Gonda für das Design der Zweisäulen-Bandsäge 540 HORIZONT X. Den dritten Platz belegte das Unternehmen JC – Metal mit seinen Schnellspanner- und Zwingensätzen.
Die nächste Ausgabe der Internationalen Maschinenbaumesse findet vom 7. bis 10. Oktober 2025 statt.
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