Das HOPV-System von Slovnaft schützt seit 50 Jahren das Grundwasser der Großen Schüttinsel
„Das System wurde Anfang der 1970er-Jahre als Reaktion auf die Kontamination der Trinkwassergewinnungsanlage II in Podunajské Biskupice durch Mineralölkohlenwasserstoffe errichtet. Der Erfolg des Schutzsystems zeigt sich in der Verringerung der Verunreinigung des kontaminierten Gebiets und ihrer Begrenzung auf den Bereich unter dem Slovnaft-Gelände. Die kontaminierte Fläche hat sich seit 1973 von 18 km2 auf 0,42 km2 verkleinert“, erläutert Zsolt Novotný, Direktor des Unternehmens VÚRUP, a.s., einer Tochtergesellschaft von SLOVNAFT, a.s., die das HOPV-System betreibt.
„Das Schutzsystem besteht aus insgesamt 799 hydrogeologischen Brunnen und deckt ein Gebiet mit einer Fläche von 80 km2 ab, also mehr als das Vierfache des ursprünglich verunreinigten Gebiets. Das Schutzprinzip besteht im kontinuierlichen Abpumpen des Grundwassers unter der Raffinerie und in ihrer unmittelbaren Umgebung, wodurch unter dem Gelände eine sogenannte großflächige hydraulische Absenkung entsteht“, beschreibt Štefan Marenčák, HOPV-Manager des Unternehmens VÚRUP.
Die hydraulische Absenkung, also die lokale Absenkung des Grundwasserspiegels, hat die Form eines Trichters, der das Grundwasser aus der Umgebung unter das Raffineriegelände zieht. Die auf dem Gelände und in der weiteren Umgebung der Raffinerie verteilten Messstellen dienen der regelmäßigen Probenahme und der Qualitätskontrolle des Wassers. Das HOPV-System hat im Rahmen dieser Überwachung beispielsweise auch den Austritt toxischer Stoffe aus der Deponie Vrakuňa in das Grundwasser erfasst und damit auf die Notwendigkeit ihrer Sanierung hingewiesen.
Um den Betrieb und die Wartung dieses einzigartigen Systems kümmern sich insgesamt mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens VÚRUP. Sein Betrieb und seine Wartung kosten jährlich 6 Millionen Euro. In einem Jahr werden mit dem HOPV-System 33,3 Millionen m3 Wasser abgepumpt und durchschnittlich 7000 entnommene Grundwasserproben analysiert.
Das HOPV-System hat die Grundwasserkontamination aus den 1970er-Jahren auf ein Minimum reduziert und dient weiterhin als wichtiger Bestandteil des Umweltschutzes in der Umgebung der Raffinerie. Der Raffineriebetrieb hat sich gegenüber früher erheblich verändert und ist heute unvergleichlich sicherer und dank des Einsatzes der besten verfügbaren Techniken umweltfreundlicher. „Das HOPV-System dient heute daher nicht nur als Sanierungsmechanismus für die Altlasten aus der Vergangenheit, sondern vor allem der präventiven Überwachung, deren Ergebnisse auch für die kommunalen Verwaltungen und staatlichen Behörden wichtig sind“, erklärt Zsolt Novotný abschließend.
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