Tschechische Automobilindustrie steigert trotz Produktionsausfällen die Produktion im Vorjahresvergleich

Tschechische Automobilindustrie steigert trotz Produktionsausfällen die Produktion im Vorjahresvergleich
Seit Jahresbeginn liefen in der Tschechischen Republik insgesamt 922 446 Personenkraftwagen von den Produktionslinien. Dies entspricht einem Produktionsanstieg von 17,1 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Auch der Anteil der produzierten Fahrzeuge mit Elektroantrieb steigt und liegt derzeit bei 12,5 % der Gesamtproduktion.

In den ersten acht Monaten wurden somit 84 499 rein elektrische und 30 888 Plug-in-Hybrid-Personenkraftwagen sowie 16 rein elektrische Busse produziert. Die Sommermonate Juli und August waren dagegen von niedrigeren Produktionsergebnissen geprägt. Diese waren auf geplante Betriebsferien, aber auch auf ungeplante Produktionsstillstände aufgrund fehlender Komponenten zurückzuführen. Im bisherigen Jahresverlauf liegen die Produktionsergebnisse in den Segmenten Busse mit konkret 3 149 Stück (-6,3 %) und Motorräder mit 489 Stück (-63,5 %) niedriger.

Personenkraftwagen

Von Anfang dieses Jahres bis Ende August wurden 922 446 Personenkraftwagen produziert, das sind im Vorjahresvergleich um 17,1 % mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. In den Sommermonaten wurde die Produktionsentwicklung durch die Termine der regulären Betriebsferien und einen ungeplanten, fast einen Monat dauernden Stillstand im Toyota-Werk in Kolín infolge fehlender Kunststoffteile beeinflusst. Diese liefert dem Automobilhersteller das Unternehmen Novares CZ Zebrak, dessen Lager- und Produktionsräume Ende August durch einen Großbrand zerstört wurden. Im Juli wurden 88 607 Fahrzeuge (+3,4 %) produziert, im August waren es infolge des Brandes 95 385 Fahrzeuge (-7,9 %). Die Gesamtproduktion in den beiden Sommermonaten lag damit um 5 243 Fahrzeuge niedriger (-2,8 %) als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der größte heimische Automobilhersteller Škoda Auto produzierte in seinen inländischen Werken von Januar bis August 576 703 Personenkraftwagen (+27,3 %). Es wurden 68 245 Elektrofahrzeuge (BEV und PHEV) produziert, d. h. 11,8 % der Gesamtproduktion der Marke. Davon waren 56 697 batterieelektrische Fahrzeuge und 11 548 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Im Hyundai-Werk in Nošovice wurden in den ersten acht Monaten insgesamt 224 100 Fahrzeuge produziert, d. h. um 4,9 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Von der Gesamtzahl der Fahrzeuge verfügten 27 802 über einen rein elektrischen und 19 340 über einen Plug-in-Hybrid-Antrieb. Insgesamt machen die im Automobilwerk Nošovice produzierten Elektrofahrzeuge somit 21 % der Gesamtproduktion aus. Mitte August startete der Automobilhersteller die Produktion der zweiten Generation des elektrischen Crossovers KONA Electric, von dem bis Jahresende 21 000 Fahrzeuge produziert werden sollen; im kommenden Jahr sollen weitere 50 000 Fahrzeuge folgen. Es ist somit ersichtlich, dass der Anteil der in Nošovice produzierten Elektrofahrzeuge in den kommenden Monaten steigen wird.

Von der Produktionslinie von Toyota Motor Manufacturing in Kolín liefen in diesem Jahr 121 643 Automobile, also um 153 Fahrzeuge mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Einen erheblichen Produktionsrückgang verzeichnete das Unternehmen dann ab Mitte August (und in einem Teil des Septembers), als die Produktion wegen fehlender Kunststoffteile ungeplant unterbrochen wurde. Im August wurden um 8 834 Fahrzeuge weniger (-66,9 %) produziert als im Vorjahr. Eine positive Nachricht ist die Wiederaufnahme der Produktion, und zwar am heutigen Montag, dem 18. September 2023.

Busse

Die Busproduktion verzeichnete einen geringfügigen Rückgang im Vorjahresvergleich, der vor allem auf den auftragsbezogenen Charakter der Fertigung und zum Teil auch auf fehlende Komponenten zurückzuführen war. In den ersten acht Monaten wurden in der Tschechischen Republik insgesamt 3 149 Busse produziert, also um 212 weniger (-6,3 %) als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei IVECO CR in Vysoké Mýto wurden 2 941 Busse (-1,8 %) produziert, SOR Libchavy stellte insgesamt 198 Busse (-41,4 %) her. Das auf die Herstellung von Minibussen spezialisierte Unternehmen KHMC produzierte im genannten Zeitraum insgesamt 10 Fahrzeuge, also um 3 weniger als im Vorjahr.  Im Segment der Elektroantriebe wurden von Januar bis August insgesamt 16 batterieelektrische BEV-Busse produziert, und zwar im Werk des Unternehmens SOR in Libchavy.

Motorräder

Auch der traditionsreiche Motorradhersteller JAWA Moto verzeichnete in den ersten acht Monaten einen Produktionsrückgang, der vor allem auf die Marktsättigung im vergangenen Jahr zurückzuführen war. Von Januar bis August liefen insgesamt 489 Motorräder (-63,5 %) von der Produktionslinie der heimischen Marke, im absoluten Vorjahresvergleich also um 850 Motorräder weniger als im vergangenen Jahr.

Autor: autoSAP
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