MOL-Gruppe will durch intelligente Transformation Klimaneutralität erreichen

MOL-Gruppe will durch intelligente Transformation Klimaneutralität erreichen
Die MOL-Gruppe hat ihre langfristige Strategie SHAPE TOMORROW aktualisiert. Ziel ist eine umweltfreundlichere, eigenständigere und wettbewerbsfähigere Region.

Die aktualisierte Strategie legt einen stärkeren Schwerpunkt auf erneuerbare Kraftstoffe, grünen Wasserstoff, Biomethan und Geothermie. Bis 2030 wird die Gruppe mehr als 4 Milliarden USD in umweltfreundliche Projekte investieren, um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Die MOL-Gruppe wird sich darauf konzentrieren, eine intelligente Transformation durch zukunftsfähige Lösungen sicherzustellen: Sie investiert in die weitere Stärkung der Energieversorgungssicherheit in der Region, wird Abfälle nutzbringend verwerten und die Zukunft der Mobilität mithilfe innovativer Technologien gestalten.

Die MOL-Gruppe aktualisiert ihre langfristige Strategie aus dem Jahr 2016

  • Ziel der MOL-Gruppe ist es, durch intelligente Transformation bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, Nachhaltigkeit sicherzustellen und die Versorgungssicherheit durch innovative Technologien zu stärken.
  • Die Gruppe wird ihre Raffinerien durch Effizienzsteigerungen in Höhe von 150 Millionen USD stärken und weiterhin in eine höhere Flexibilität der Rohölverarbeitung investieren.
  • Exploration und Förderung werden sich neben der Sicherung der Versorgung auf umweltfreundliche Projekte konzentrieren.
  • Der Bereich Kundendienstleistungen wird bis 2030 ein EBITDA von 1 Milliarde USD pro Jahr erreichen; in diesem Segment werden die Transformation der Tankstellen und der weitere Ausbau des Ladenetzes für Elektrofahrzeuge fortgesetzt.
  • Das Geschäft im Bereich Abfallwirtschaft könnte ab 2030 jährlich 1,5 Millionen Tonnen Einsatzrohstoffe für den Öl-, Chemie- und Energiesektor bereitstellen.
  • Bis 2030 wird die MOL-Gruppe 4 Milliarden Dollar in umweltfreundliche Projekte investieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Region im Bereich erneuerbarer Energien steigern.
 

„2016 haben wir als eines der ersten Unternehmen der Öl- und Gasindustrie eine Diversifizierung im Bereich fossiler Brennstoffe und den schrittweisen Ausbau der Petrochemie und der Kundendienstleistungen angekündigt. Diesen Weg haben wir acht Jahre lang verfolgt, doch die vergangenen Jahre brachten radikale Herausforderungen und Veränderungen in der Energiewirtschaft mit sich. Es ist an der Zeit, unsere Strategie erneut zu aktualisieren, denn die Nachhaltigkeitsziele werden immer ehrgeiziger, während die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen weiterhin hoch bleibt.

Wir glauben nicht an einen dogmatischen Ansatz und suchen nach intelligenten Lösungen. Wir gehen nüchtern und pragmatisch vor und ermöglichen so den Übergang zu grüner Energie, während wir gleichzeitig kompromisslos die Energieversorgungssicherheit, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens und die Wertschöpfung für unsere Aktionäre gewährleisten“, erklärte Zsolt Hernádi, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der MOL-Gruppe.

„Das bedeutet, dass wir neben unseren traditionellen Geschäftsaktivitäten grüne Energie nutzen werden, um die MOL-Gruppe und damit auch die gesamte mitteleuropäische Region nachhaltiger, eigenständiger und wettbewerbsfähiger zu machen. Wir werden Abfälle als wertvollen Rohstoff nutzen und damit die Kreislaufwirtschaft in Gang bringen und die Energieversorgungssicherheit weiter stärken.

Es steht außer Frage, dass die Energiewende notwendig ist und wir als Gesellschaft die von der Europäischen Union gesetzten sehr ehrgeizigen Ziele  erreichen müssen. Das liegt in unser aller Interesse. Als führendes Unternehmen der mitteleuropäischen Industrie unternimmt die MOL-Gruppe alles, um diese Ziele zu erfüllen und sich zu transformieren. Es ist jedoch offensichtlich, dass dies nicht im Alleingang und ohne Unterstützung möglich ist. Es ist nämlich nicht gerecht, wenn sämtliche Kosten der Energiewende allein auf Industrieunternehmen abgewälzt werden. Diese gemeinsamen Ziele lassen sich nur mit Unterstützung der gesamten Gesellschaft und mit dem Beitrag einer verantwortungsbewussten Regulierung sowie einer Zusammenarbeit auf allen Ebenen erreichen. Auf die MOL-Gruppe ist bei diesen gemeinsamen europäischen Anstrengungen als Partner Verlass“, ergänzte Z. Hernádi. 

Oberste Priorität der aktualisierten langfristigen Strategie ist es, die Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten und zugleich einen stabilen ökologischen Übergang in die Zukunft zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, stärkt das Unternehmen sein traditionelles Anlagenportfolio weiter und wird bis 2030 mehr als 4 Milliarden USD in grüne Projekte investieren. Die wesentlichen Elemente der aktualisierten Strategie für die einzelnen Geschäftsbereiche lauten wie folgt:

Downstream wird seine Position im Raffineriesektor in Europa weiter stärken und sich dabei dynamisch an die sich wandelnden Anforderungen der Mobilität und der Wirtschaft anpassen. Im Bereich der nachhaltigen Mobilität eröffnen uns erneuerbare Kraftstoffe neue Möglichkeiten; unsere aktualisierte Strategie konzentriert sich auch auf die Produktion von Biomethan und grünem Wasserstoff, während die Kreislaufwirtschaft den Anteil biologischer Stoffströme und Abfallströme an der Produktion erhöhen wird. Zur Diversifizierung im Bereich fossiler Brennstoffe investieren wir bis 2030  1 Milliarde USD in Projekte, die  Abfälle und Recycling im Produktionsprozess nutzen werden. Zugleich werden Investitionen in mittelgroße Projekte im Bereich der chemischen Industrie fließen.

Die Rohölverarbeitung wird flexibler gestaltet, um den Anforderungen des wirtschaftlichen und regulatorischen Umfelds gerecht zu werden und die Versorgungssicherheit in der Region weiter zu stärken. Die MOL-Gruppe wird bis 2030 mehr als 1 Milliarde USD für Projekte aufwenden, die eine energieeffizientere Produktion und den Ausbau nachhaltiger Kraftstoffe in unserem Portfolio ermöglichen und unmittelbar zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien in der gesamten MOL-Gruppe, insbesondere im Downstream-Bereich, steigern.

Upstream spielt eine Schlüsselrolle bei der Finanzierung der Transformation auf Ebene der MOL-Gruppe, wobei die Verlangsamung des natürlichen Förderrückgangs weiterhin Priorität hat. Die MOL-Gruppe wird die Förderung in den nächsten fünf Jahren auf einem durchschnittlichen Niveau von mindestens 90 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag halten. Neben der konventionellen Kohlenwasserstoffförderung wird der Geschäftsbereich klimaneutrale Projekte verstärkt vorantreiben. Die Gruppe startet unter Nutzung ihrer Kapazitäten die geothermische Exploration sowie ein Pilotprojekt zur Lithiumgewinnung und konzentriert sich zudem auf den Aufbau von Speicherkapazitäten im Bereich der CO₂-Abscheidung und -Speicherung. Upstream stärkt darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen MOL und INA, optimiert seine Infrastruktur und unterstützt durch effizientere Prozesse und Kostenoptimierung die Versorgungssicherheit in der Region. Der Bereich wird sein internationales Portfolio weiter diversifizieren und strategische Partnerschaften eingehen.

Der Bereich Kundendienstleistungen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 ein EBITDA von 1 Milliarde USD pro Jahr zu erreichen.  Dies erfordert den weiteren Ausbau und die Optimierung des Netzes auf bestehenden und potenziellen neuen Märkten in Mittel- und Osteuropa. Die Gruppe plant, den Anteil der Nichtkraftstoffprodukte bis 2025 auf 65 % aller Transaktionen und bis 2030 auf 85 % zu steigern. Gleichzeitig wird angestrebt, in der Region 10 Millionen Nutzer des Kundenprogramms MOVE zu erreichen. Die MOL-Gruppe wird die Transformation ihrer Tankstellen in Mittel- und Osteuropa fortsetzen und das gastronomische Angebot weiter ausbauen und stärken. Entsprechend den Marktanforderungen wird sie Mobilitätsprojekte weiterentwickeln, das Ladenetz für Elektrofahrzeuge ausbauen und sich auf die Einführung von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb vorbereiten.

Das integrierte Geschäftsmodell der MOL-Gruppe bietet eine einzigartige Lösung für eine der größten  ökologischen Herausforderungen in Europa – die Abfallwirtschaft. Wir betrachten Abfälle als wertvollen Rohstoff und Energiequelle. In Ungarn wird die MOL-Gruppe die Recyclingquote bis 2035 auf 65 % erhöhen und zugleich den Anteil der Deponierung auf 10 % senken. Das Geschäft im Bereich Abfallwirtschaft könnte ab 2030 potenziell jährlich 1,5 Millionen Tonnen Rohstoffe für den regionalen Öl-, Chemie- und Energiesektor bereitstellen.

Es wird erwartet, dass die MOL-Gruppe bis 2030 im Zuge der schrittweisen Dekarbonisierung des Downstream-Bereichs rund 2 500 GWh Strom aus erneuerbaren Quellen verbrauchen wird. Deshalb bauen wir ein eigenes Portfolio erneuerbarer Energiequellen auf. Auch unsere neue Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Százhalombatta wird Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen. Wir gehen davon aus, dass der Großteil dieser erneuerbaren Energie durch Solarkraftwerke gedeckt wird. Darüber hinaus prüfen wir weitere Möglichkeiten für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien sowie neue Lösungen für die Speicherung dieser Energien.

Informationen zur aktualisierten Strategie Shape Tomorrow finden Sie hier.

Autor: SLOVNAFT, a.s.
Teilen:
  • SLOVNAFT, a.s.

    SLOVNAFT, a.s.

    Herstellung und Verkauf von Produkten aus Erdöl und dessen chemischer Verarbeitung – Herstellung und Vertrieb von Polyethylen (LDPE) und…
    Vlčie Hrdlo 1
    Bratislava
    Slowakei

Lieferanten zu diesem Thema

Das könnte Sie auch interessieren

BASF erweitert das Ultradur®-Portfolio um neue Typen auf Basis von recyceltem PET aus Siedlungsabfällen

09.10.2026 BASF erweitert sein Portfolio technischer Kunststoffe um neue Ultradur®-Typen, die Automobilherstellern und ihren Zulieferern helfen sollen, den Anteil recycelter Materialien in ihren Produkten zu erhöhen und gleichzeitig anspruchsvolle technische...