Ergebnisse der MOL-Gruppe im 3. Quartal durch Erdölförderung und -verarbeitung positiv beeinflusst

Ergebnisse der MOL-Gruppe im 3. Quartal durch Erdölförderung und -verarbeitung positiv beeinflusst
Die MOL-Gruppe hat heute ihre Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2022 bekannt gegeben. Dank starker Ergebnisse in den Geschäftsbereichen Upstream und Downstream, die durch makroökonomische Faktoren begünstigt wurden, erzielte die MOL-Gruppe im 3. Quartal 2022 ein bereinigtes CCS-EBITDA von 1449 Millionen USD.

Insgesamt beträgt das EBITDA für das 1. – 3. Quartal 2022 3627 Millionen USD, was es der MOL-Gruppe ermöglicht, die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr erneut auf 4,1 – 4,4 Milliarden USD anzuheben. Gleichzeitig belasteten Sondersteuern und die Regulierung der Kraftstoffpreise in der gesamten Region Mittel- und Osteuropa unsere Geschäftstätigkeit im 1. – 3. Quartal 2022 mit rund 1,18 Milliarden USD.

Der Vorstandsvorsitzende und Generaldirektor der MOL-Gruppe Zsolt Hernádi erklärte zu den Ergebnissen:

„Obwohl sich die makroökonomischen Bedingungen in den ersten neun Monaten des Jahres für die Öl- und Gasindustrie günstig entwickelten, sorgen das unsichere externe Umfeld, die drohende Rezession, staatliche Eingriffe und Sondersteuern für Unsicherheit in dieser Branche. Die europäischen Sanktionen scheinen die wirtschaftliche Zukunft Europas zu bestimmen, und hinsichtlich der Energieversorgung in der Region Mittelosteuropa erwies sich das dritte Quartal 2022 als sehr angespannt. Bisher ist es uns auch dank des außerordentlichen Einsatzes der Mitarbeiter der MOL-Gruppe gelungen, eine stabile Kraftstoffversorgung in mehreren Ländern Mittel- und Osteuropas aufrechtzuerhalten, was ich als unseren größten Erfolg in diesem Quartal betrachte. Für die Zukunft werden wir das Engagement unserer Kollegen sowie finanzielle Disziplin benötigen, um die bevorstehenden Transformationsinvestitionen zu realisieren, mit dem Ziel, die Energiesicherheit zu gewährleisten, russische Energiequellen zu ersetzen und den ökologischen Wandel nicht aus den Augen zu verlieren. Im Rahmen unserer Roadmap 2030+ haben wir einen bedeutenden Schritt gemacht. Die MOL-Gruppe hat in Ungarn für einen Zeitraum von 35 Jahren eine Konzession für Dienstleistungen im Bereich der Bewirtschaftung städtischer und kommunaler Abfälle erhalten, die es uns ermöglicht, in einem neuen, kohlenstoffarmen Bereich der Kreislaufwirtschaft zu expandieren."

Das EBITDA des Geschäftsbereichs Upstream in USD verdoppelte sich im 3. Quartal 2022 nahezu auf 640 Mio. USD und erreichte seit Jahresbeginn 1,72 Mrd. USD, was fast der Hälfte des gesamten EBITDA der MOL-Gruppe entspricht. Der Hauptfaktor für das starke Ergebnis im 3. Quartal waren makroökonomische Kennzahlen, die die negativen Auswirkungen zusätzlicher Lizenzgebühren im letzten Quartal ausgleichen konnten. Das Fördervolumen von Erdöl und Erdgas überschritt im 3. Quartal 2022 90 Millionen Barrel pro Tag. Insgesamt erreichte die Förderung in den ersten drei Quartalen durchschnittlich 92,3 Millionen Barrel pro Tag und übertraf damit den Jahresplan von 90 Millionen Barrel pro Tag. Die OPEX der Gruppe blieben unter 5 USD/boe, und dies trotz des erheblichen Kostendrucks entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Das bereinigte CCS-EBITDA des Geschäftsbereichs Downstream EBITDA stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr auf 741 Mio. USD, sank jedoch im Vergleich zum Vorquartal um 14 Prozent.  Die Rentabilität des Segments im 3. Quartal 2022 wurde durch Preisregulierungen und Sondersteuern in Mittel- und Osteuropa sowie einen Rückgang des EBITDA der Petrochemie gegenüber dem Vorjahr um 90 Prozent beeinträchtigt, doch der bedeutende Beitrag von R&M glich diese negativen Faktoren aus. Im 3. Quartal wurde die geplante große Wartung (Instandhaltung) der Raffinerie in Százhalombatta erfolgreich abgeschlossen.

Das EBITDA des Geschäftsbereichs Kundenservice sank im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent. Vergleicht man die ersten drei Quartale mit dem Zeitraum vom 1. bis zum 3. Quartal des Vorjahres, ergibt sich ein Rückgang um mehr als die Hälfte. Die Ergebnisse wurden durch regulatorische Maßnahmen bei den Kraftstoffpreisen in mehreren Ländern Mittel- und Osteuropas beeinflusst; das EBITDA des Geschäftsbereichs verringerte sich in diesem Zusammenhang um 85 Millionen USD. Die Verbesserung der Marge im Nichtkraftstoffgeschäft und die Steigerung des Absatzvolumens milderten die negativen Faktoren teilweise ab. Die Zahl der Fresh Corner-Standorte stieg im 3. Quartal 2022 von 1103 auf 1130.

Autor: SLOVNAFT, a.s.
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