Ergebnisse der MOL-Gruppe für 2021: Rekordhohes EBITDA dank der Öl- und Gaspreise

Ergebnisse der MOL-Gruppe für 2021: Rekordhohes EBITDA dank der Öl- und Gaspreise
Die MOL-Gruppe hat ihre Finanzergebnisse für 2021 bekannt gegeben. Im 4. Quartal 2021 erzielte die MOL-Gruppe ein um die Kosten der Neubewertung von Lagerbeständen bereinigtes Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Netto-CCS-EBITDA) in Höhe von 947 Millionen USD. Das EBITDA für das Gesamtjahr erreichte damit einen historischen Höchstwert von 3,531 Milliarden USD und übertraf die aktualisierte Prognose.

Der nach einer vereinfachten Methodik berechnete freie Cashflow hat sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht und erreichte 1988 Millionen USD, insbesondere dank günstiger Öl- und Gaspreise sowie Raffinerie- und Petrochemiemargen. Dieses Ergebnis ermöglicht es der MOL-Gruppe, laufende und geplante Transformationsprojekte zu finanzieren. Die MOL-Gruppe erwartet, dass das EBITDA im Jahr 2022 ein Niveau von 2,8 Milliarden USD erreichen oder sogar übertreffen wird.

Der Vorstandsvorsitzende und Generaldirektor der MOL-Gruppe, Zsolt Hernádi, erklärte zu den Ergebnissen:

"Ich bin stolz darauf, dass die MOL-Gruppe 2021 die aktualisierte Prognose deutlich übertroffen und mit 3,5 Milliarden USD das höchste EBITDA ihrer Geschichte erzielt hat. Dank des integrierten Geschäftsmodells der MOL-Gruppe und der guten internen Leistung konnten wir die Vorteile des externen Umfelds optimal nutzen, was uns die Finanzierung unserer Transformationsinvestitionen ermöglicht.

Trotz operativer Herausforderungen haben wir unseren strategischen Transformationskurs fortgesetzt, den wir vor einem Jahr mit der Aktualisierung der Strategie Shape Tomorrow 2030+ beschleunigt haben. Der Bau des neuen Polyol-Komplexes verlief planmäßig und wir haben auch anorganische Schritte unternommen, um unser Portfolio im Bereich Kundenservices in Polen und Slowenien zu stärken. Wir erwarten, dass das externe Umfeld 2022 weiterhin volatil und unvorhersehbar bleiben wird. In dieser makroökonomischen Situation erwarten wir, dass das EBITDA der MOL-Gruppe in diesem Jahr ein Niveau von 2,8 Milliarden USD erreichen oder sogar übertreffen wird."

Das Netto-EBITDA der Division Upstream stieg im 4. Quartal 2021 gegenüber den Tiefstständen von 2020 um 184 % auf 513 Millionen und trug zu einem Upstream-EBITDA für das Gesamtjahr von 1,554 Milliarden USD bei. Dies entspricht fast der Hälfte des Gesamtergebnisses der MOL-Gruppe. Zur guten Leistung trugen ein Anstieg des Brent-Ölpreises um 70 % und ein Anstieg der Gaspreise auf das 3,5-Fache im Vergleich zum Vorjahr bei. Der nach einer vereinfachten Methode berechnete freie Cashflow verbesserte sich im 4. Quartal 2021 deutlich auf 399 Mio. USD, sodass Upstream 2021 einen freien Cashflow in Höhe von 1,15 Mrd. USD erzielte. Die jährliche Öl- und Gasförderung blieb über dem Niveau von 110 mboepd und erfüllt das Ziel der MOL-Gruppe. Zu den Fördermengen trugen die ACG-Anlagen in Aserbaidschan bei, während sich insbesondere in Mittel- und Osteuropa sowie im Vereinigten Königreich der natürliche Förderrückgang fortsetzte.

Das Netto-CCS-EBITDA der Division Downstream verdoppelte sich 2021 dank deutlich höherer Raffinerie- und Petrochemiemargen auf fast 1,5 Milliarden USD, wobei die Petrochemiemarge mehr als 50 % ausmachte. Auch das Ergebnis für das 4. Quartal 2021 stieg gegenüber der niedrigen Vorjahresbasis um 165 % auf 352 Mio. USD. Das Absatzvolumen nahm im 4. Quartal gegenüber dem Vorjahr um 3 % zu, wozu höhere Verkäufe an Dritte beitrugen, während die regionale Nachfrage nach Kraftstoffen in Mittel- und Osteuropa – der Kernregion der MOL-Gruppe – um 4 % stieg.

Die Division Kundenservices erzielte im Gesamtjahr einen EBITDA-Anstieg von 19 %, der durch das Absatzvolumen und eine Verbesserung der Marge bei Nicht-Kraftstoffprodukten gestützt wurde. Die Begrenzung der Kraftstoffpreise in Ungarn und Kroatien sowie die Abwertung der Landeswährungen gegenüber dem US-Dollar wirkten sich negativ auf den Trend des kontinuierlichen EBITDA-Wachstums gegenüber dem Vorjahr aus, und so sank das EBITDA im 4. Quartal um 10 % gegenüber dem Ergebnis des entsprechenden Quartals 2020.

Die Einführung des Non-Fuel-Konzepts wurde fortgesetzt: Die Zahl der modernisierten Fresh Corner-Standorte stieg auf 1069 gegenüber 955 Ende 2020. Im Jahr 2021 kündigte MOL mehrere Übernahmen zur Umsetzung der Strategie Shape Tomorrow 2030+ an: 16 Tankstellen in der Slowakei und 120 OMV-Tankstellen in Slowenien. Die Übernahmen wurden im 1. Quartal 2022 mit 417 Tankstellen unter der Marke Lotos in Polen fortgesetzt.

Das Segment Gas Midstream – Erdgastransport, erzielte 2021 ein EBITDA in Höhe von 135,6 Millionen USD, was einem Rückgang von 33 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im 4. Quartal sank das EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf 34 Mio. USD infolge stark steigender Gaseinkaufspreise und der Einstellung des Transports nach Serbien und Bosnien und Herzegowina im Jahr 2021, was zu einem Rückgang der nicht regulierten Transiteinnahmen führte. Die CAPEX-Ausgaben waren niedriger, da das Projekt der serbisch-ungarischen Verbindungsleitung im 3. Quartal 2021 abgeschlossen und im Laufe des 4. Quartals 2021 in Betrieb genommen wurde.

Autor: MOL Group
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