Das GRAFE-Kundenportal bietet jetzt einen CO2-Rechner zur Überprüfung der Ökobilanz

Das GRAFE-Kundenportal bietet jetzt einen CO2-Rechner zur Überprüfung der Ökobilanz
Die Anforderungen an die Nachhaltigkeit bei der Kunststoffverarbeitung steigen, und immer mehr Kunden verlangen einen Nachweis der Umweltverträglichkeit der Produkte. Deshalb bietet die GRAFE GROUP mit Sitz in Blankenhain seit der letzten Aktualisierung ihres Kundenportals einen CO2-Rechner zur Zertifizierung bestellter Masterbatches oder Compounds an. Mit dem Tool lässt sich das CO2-Äquivalent der Treibhausgase für jedes Produkt des Unternehmens innerhalb weniger Sekunden berechnen und ein Dokument im PDF-Format herunterladen.

Stetig steigende Nachhaltigkeitsanforderungen umfassen Informationen zum CO2-Fußabdruck der Produkte

„Unsere Kunden stellen immer höhere Anforderungen an die Nachhaltigkeit. Wir sehen uns daher in der Pflicht, ihnen Informationen zum CO2-Fußabdruck unserer Produkte bereitzustellen“, erklärt Manuel Klemm, Leiter des Vertriebsinnendienstes. „Das erstellte Zertifikat enthält die erforderlichen Angaben zum CO2-Fußabdruck unserer Produkte und gibt unseren Kunden die Möglichkeit, die Umweltauswirkungen ihrer eigenen Produkte im nächsten Schritt der Wertschöpfungskette zu berechnen. Die Werte basieren auf der Methode ‚von der Wiege bis zum Werkstor‘ gemäß den Normen ISO 14040/44“, sagt Klemm.

cradle-to-gate: Von der Rohstoffgewinnung bis zum Werkstor

Cradle-to-gate ist ein Begriff aus dem Bereich der Umweltbewertung und Lebenszyklusanalyse (LCA). Es handelt sich um eine systematische Analyse der potenziellen Umweltauswirkungen und der Energiebilanz von Produkten von der Rohstoffgewinnung (cradle) bis zum Werkstor (to gate) – sie wird typischerweise für Zwischenprodukte in der Wertschöpfungskette verwendet. Dabei werden alle Lebenszyklusphasen des Produkts zwischen diesen beiden Punkten berücksichtigt. Im Gegensatz dazu bezieht sich der Ansatz „cradle-to-grave“ auf Endprodukte und umfasst deren Umweltauswirkungen in allen Lebenszyklusphasen bis hin zu ihrer Entsorgung.

Berücksichtigt werden alle hinsichtlich der Umweltauswirkungen relevanten Ressourcen (z. B. Erdöl) und sämtliche Emissionen in die Umwelt (z. B. Treibhausgase), angefangen bei der für die Herstellung des Produkts benötigten Energie über den innerbetrieblichen Transport bis hin zu den verwendeten Rohstoffen und Materialien. „Diese Informationen erhalten wir von unseren Strom- und Gaslieferanten sowie von unseren Rohstofflieferanten und beziehen sie in die Berechnung ein“, sagt Klemm und weist darauf hin, dass es nicht nur um Kohlendioxid geht. „In der Berechnung werden alle ausgestoßenen Treibhausgase berücksichtigt, die zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit als CO₂-Äquivalent pro Kilogramm angegeben werden.“

Ein Schritt zu besserer Vergleichbarkeit

Vergleichbarkeit ist ein gutes Stichwort, denn dank des CO₂-Rechners profitieren die Kunden von GRAFE nicht nur vom Mehrwert durch die Informationen und einem besseren Image hinsichtlich der Umweltverträglichkeit, sondern auch von der Möglichkeit des Vergleichs mit Wettbewerbsprodukten. Klemm warnt jedoch: „Derzeit gibt es keine standardisierten Vorschriften, und viele Anbieter arbeiten mit Pauschalwerten, was die Vergleichbarkeit einschränkt. Das liegt daran, dass mittelständische Unternehmen bislang nicht gesetzlich verpflichtet sind, den CO2-Fußabdruck ihrer Tätigkeiten zu erfassen. Wir versuchen jedoch, vorausschauend zu handeln, damit unsere Produkte auch in Zukunft bestehen können.“

Eine Ökobilanz umfasst in der Regel vier Phasen: Festlegung von Ziel und Untersuchungsrahmen, Sachbilanz (Bestandsaufnahme der Inputs und Outputs), Wirkungsabschätzung und abschließend die Auswertung. „Bei GRAFE bekennen wir uns zu diesen Standards und möchten unseren Kunden mit dem CO₂-Rechner ein Werkzeug an die Hand geben, das sie ebenfalls zur Optimierung ihres CO2-Fußabdrucks nutzen können“, sagt der Leiter des Vertriebsinnendienstes. Das Kundenportal bietet darüber hinaus zahlreiche weitere wertvolle Informationen zu aktuellen und früher entwickelten Produkten.

Autor: GRAFE Polymer Solutions GmbH
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