SK PRODUKT CERT: Abfall als Ressource - Zertifizierung von Kunststoffrezyklaten in der Praxis

SK PRODUKT CERT: Abfall als Ressource - Zertifizierung von Kunststoffrezyklaten in der Praxis
Recycelte Kunststoffe gewinnen aufgrund der steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltschutz zunehmend an Beliebtheit.

Mechanisches Recycling ist einer der wichtigsten Prozesse, der die Umwandlung von Kunststoffabfällen in neue Rohstoffe oder Produkte ohne wesentliche Veränderung der chemischen Struktur des Materials ermöglicht. Dieser Prozess umfasst eine Reihe von Schritten zur Aufbereitung des Rezyklats:

  • Sammlung von Kunststoffabfällen
  • Identifizierung
  • Sortierung
  • Zerkleinerung
  • Waschen
  • Trocknen
  • Separation
  • Agglomeration
  • Extrusion oder Herstellung von Mischungen
  • Granulierung

Einige Recyclingverfahren erfordern jedoch nicht die Durchführung aller genannten Tätigkeiten. In der Praxis verwenden viele Hersteller Kunststoffrezyklate in Form von Mahlgut beziehungsweise Flakes als Rohstoff, wodurch die Notwendigkeit der Agglomeration und Granulierung entfällt.

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Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffrezyklaten und ihre Grenzen

Kunststoffmahlgut kann im Produktionsprozess als Beimischung (üblicherweise von 5 % bis 40 %) in Kombination mit neuem Granulat eingesetzt werden. Mit einem höheren Rezyklatanteil verschlechtern sich die mechanischen Eigenschaften der Produkte, weshalb Kunststoffrezyklate häufig für weniger anspruchsvolle industrielle Anwendungen gewählt oder zur Herstellung von Verbraucherprodukten für den Haushalt verwendet werden. Das Recycling desselben Kunststoffmaterials kann nur einige Male durchgeführt werden, da mit jedem thermischen Verarbeitungszyklus die Festigkeit dieses Materials abnimmt und die Schmelze-Massefließrate (MFR) steigt, wodurch sich sowohl die Verarbeitungs- als auch die Gebrauchseigenschaften verändern.

Ein Nachteil der Verwertung von Kunststoffabfällen aus dem kommunalen Bereich als PCR (Post-Consumer-Rezyklat) ist die Herstellung von Rezyklaten mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften. Bei gemischten Kunststoffabfällen aus Haushalten ist es praktisch nicht möglich, einen hohen Standard bei der Separation und Homogenität des Ausgangsmaterials zu erreichen. Stabile Eigenschaften recycelter Kunststoffe lassen sich wesentlich leichter durch die Verarbeitung von Kunststoffabfällen aus dem industriellen Bereich als PIR (Post-Industrial-Rezyklat) oder PCC (Pre-Consumer-Anteil) erzielen, beispielsweise durch den Bezug von Abfallprodukten von einem einzigen Lieferanten, der langfristig mit denselben „Virgin“-Materialien produziert.

 Gesetzgebung und Bedeutung der Zertifizierung von Kunststoffrezyklaten

Im Kontext der Kunststoffverwertung ist nicht nur die richtige konzeptionelle und technologische Ausgestaltung der Recyclingprozesse wichtig, sondern auch die Einhaltung der Abfallgesetzgebung. Gemäß § 97 des Abfallgesetzes Nr. 79/2015 Z. z. erteilen die staatlichen Abfallwirtschaftsbehörden Genehmigungen für den Betrieb von Abfallverwertungsanlagen und für die Durchführung weiterer im Gesetz festgelegter Tätigkeiten. Die Zertifizierung von Kunststoffrezyklaten ist in diesem Bereich ein Schlüsselelement, das auf die Schaffung einer nachhaltigen und ökologisch verantwortungsbewussten Industrie abzielt.

Im Zusammenhang mit dem zunehmenden Fokus auf die Kunststoffverwertung gelten bereits seit mehreren Jahren europäische Normen zur Charakterisierung von Rezyklaten aus bestimmten Polymertypen. Standards für weitere recycelte Kunststoffmaterialien befinden sich in der Entwicklung. Gleichzeitig setzt sich in den EU-Ländern ein Trend zur Rückverfolgbarkeit des Kunststoffrecyclings und zum Nachweis des Rezyklatanteils in Produkten durch, was die Dynamik in diesem Sektor verdeutlicht. Die Normen für Kunststoffrezyklate legen zwar keine genauen Werte für die einzelnen Parameter fest, definieren jedoch die erforderlichen Eigenschaften, die während des Zertifizierungsprozesses in akkreditierten Laboratorien geprüft werden müssen. Dieser Ansatz gewährleistet nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen, sondern fördert auch die technologische Entwicklung und Innovationen im Bereich des Kunststoffrecyclings.

 
   

Unternehmen, die sich mit der Verwertung von Kunststoffabfällen befassen, betrachten die Zertifizierung häufig als administrative Pflicht und notwendige Ausgabe. Das richtige Verständnis und die Umsetzung der Zertifizierungsstandards stellen jedoch letztlich einen erheblichen Mehrwert dar und schaffen diesen. Die Zertifizierung sollte als Wettbewerbsvorteil wahrgenommen werden, der die Marktposition der Unternehmen stärken und das Vertrauen der Kunden in die Qualität ihrer recycelten Materialien erhöhen kann.

Die akkreditierte Zertifizierungsstelle SK PRODUKT CERT s.r.o. beteiligt sich aktiv an der Beobachtung und praktischen Umsetzung aktueller Normen und Vorschriften und trägt damit zu einem transparenten und ökologisch verantwortungsbewussten Ansatz in der Kunststoffverarbeitung bei. Gleichzeitig gewährleistet sie durch ihre Zertifizierungsprozesse, dass die Rezyklate alle erforderlichen Normen und gesetzlichen Anforderungen erfüllen, was eine Voraussetzung für die Sicherstellung der hohen Qualität und Sicherheit künftiger Produkte aus diesen Rohstoffen ist. Denn die Zertifizierung ist nicht nur eine Frage der Einhaltung von Vorschriften, sondern auch eine Verpflichtung zum Umweltschutz, zur nachhaltigen Entwicklung und zum Verbraucherschutz.

Autor: Ing. Mgr. Gabriela Stachová
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