Deutsche Unternehmen wollen Nachhaltigkeit in der Slowakei fördern

Deutsche Unternehmen wollen Nachhaltigkeit in der Slowakei fördern
Führende Vertreter von 13 bedeutenden Unternehmen aus sechs verschiedenen Branchen verpflichten sich in einem gemeinsamen Memorandum zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft. Die überwiegend aus Deutschland stammenden Unternehmen unterstützen Maßnahmen, die darauf abzielen, den CO2-Ausstoß zu senken, natürliche Ressourcen zu schützen und die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft in größtmöglichem Umfang zu ermöglichen.

Die Unterzeichner fordern die Regierung der Slowakischen Republik auf, die Nachhaltigkeitsziele kontinuierlich in die strategischen Dokumente der Slowakischen Republik einzuarbeiten und deren Umsetzung aktiv zu unterstützen.

Führende Unternehmen aus sechs verschiedenen Branchen haben sich zur Initiative #PartnerForSustainability zusammengeschlossen, die unter dem Dach der AHK Slowakei steht. Gemeinsam haben sie das Memorandum „Für eine nachhaltige Wirtschaft in der Slowakei“ erarbeitet und unterzeichnet. Konkret handelt es sich um folgende Unternehmen: AfB Slovakia, BASF Slovensko, Brose Prievidza, Deutsche Telekom IT Solutions Slovakia, Evonik Fermas, Kaufland Slovenská republika, Lidl Slovenská republika, Manz Slovakia, Robert Bosch, SPP, Volkswagen Slovakia, Východoslovenská energetika Holding und Západoslovenská energetika.

Diese Unternehmen, die die bedeutendsten deutschen Investoren vertreten, setzen bereits zahlreiche Projekte in den Bereichen Umweltschutz, Entwicklung der Kreislaufwirtschaft, soziales Engagement, Bildung und Stärkung der Stellung der Beschäftigten um. Auf verschiedenen Ebenen fördern sie so die nachhaltige Entwicklung in der Slowakei und motivieren auch andere Unternehmen dazu. Mit der Unterzeichnung des Memorandums senden sie ein klares Signal an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, dass unser gemeinsames Ziel die Förderung des Übergangs zu einer nachhaltigen Wirtschaft sein sollte. Und das trotz der enormen Belastungen durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Eine unerlässliche Voraussetzung für den erfolgreichen und effizienten Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ist die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, die nur in Zusammenarbeit mit der Regierung der Slowakischen Republik gewährleistet werden können.

„Wirtschaftswachstum stellt für sich genommen keinen dauerhaften Wert dar“, stellen die Unternehmen in dem Dokument fest. Sie betrachten Nachhaltigkeit als „untrennbaren Bestandteil ihrer unternehmerischen Aktivitäten“ und als „unerlässlich für das Funktionieren aller gesellschaftlichen Bereiche“. Dabei geht es um den Schutz des Klimas und der natürlichen Ressourcen durch Kreislaufwirtschaft, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und umweltschonender Technologien nicht nur im Bereich der Mobilität, sondern auch um die Senkung des CO2-Ausstoßes, eine effiziente Wasserbewirtschaftung sowie Digitalisierung und Personalmanagement.

Die Unterzeichner fordern die Regierung der Slowakischen Republik auf, der Öffentlichkeit und den Unternehmen ein „einheitliches Signal“ zur Unterstützung einer auf die Förderung der Nachhaltigkeit ausgerichteten Politik zu senden. Der europäische Grüne Deal sowie die von den Vereinten Nationen definierten Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) müssen „in die strategischen Dokumente der Slowakischen Republik“ aufgenommen werden. Damit verbunden ist auch die Unterstützung von Anpassungen und verbindlichen Fristen in der Gesetzgebung, die unmittelbar das Recycling, die Wiederverwendung von Rohstoffen sowie die Abfallvermeidung bzw. die Wiederverwendung von Abfällen betreffen, ebenso wie die Weiterentwicklung der Digitalisierung von Prozessen und die allgemeine Nutzung der Digitalisierung sowie die Förderung des Umweltschutzes und die Verringerung des CO₂-Fußabdrucks.

AHK Slowakei - slowakisch-deutsche Handelskooperationen  
   

„Nachhaltigkeit ist heute tief in der DNA vieler Unternehmen verankert“, erklärt Peter Lazar, Präsident der AHK Slowakei, und fügt hinzu, dass sie mit der Initiative #PartnerForSustainability „zeigen möchten, wie vielfältig das Engagement der überwiegend deutschen, in der AHK zusammengeschlossenen und in der Slowakei tätigen Unternehmen bereits heute ist.“ Die Partnerunternehmen verpflichten sich daher zur Sensibilisierung ihrer Beschäftigten, Lieferanten und Kunden sowie zum gegenseitigen strategischen Austausch, um langfristig „das Bewusstsein für eine nachhaltige Wirtschaft zu stärken“.

Partnerunternehmen und Unterzeichner des Memorandums:
• AfB Slovakia s.r.o.
• BASF Slovensko spol. s r.o.
• Brose Prievidza, spol. s r.o.
• Deutsche Telekom IT Solutions Slovakia
• Evonik Fermas, s.r.o.
• Kaufland Slovenská republika v.o.s.
• Lidl Slovenská republika, v.o.s.
• Manz Slovakia, s.r.o.
• Robert Bosch, spol. s r.o.
• Slovenský plynárenský priemysel, a.s.
• Volkswagen Slovakia, a.s.
• Východoslovenská energetika Holding a.s.
• Západoslovenská energetika, a.s.

Zitate der Partner (in alphabetischer Reihenfolge)

„Ich bin außerordentlich stolz darauf, ein Unternehmen führen zu dürfen, in dem Menschen und Umwelt mehr zählen als kurzfristiger wirtschaftlicher Gewinn. Ich freue mich über den Erfolg des gesamten Konzepts und bin zuversichtlich, dass sich unsere Leitgedanken in der Gesellschaft etablieren werden.“
Paul Cvilak, Gründer von AfB

„Bei BASF konzentrieren wir unsere CSR-Aktivitäten auf Bildung, weil wir davon überzeugt sind, dass sie der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben des Einzelnen und zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft ist. Als führendes Chemieunternehmen setzen wir uns zum Ziel, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an der Wissenschaft zu wecken und ihre Neugier zu fördern.“
Edita Hippová, Generaldirektorin von BASF Slovensko

„Gemeinsame Merkmale all unserer Aktivitäten sind die Verringerung der Umweltbelastung, die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks und die Verkürzung der Time-to-Market.“
Peter Medviď, Werkleiter von BSH Drives and Pumps in Michalovce

„Wir bereiten die Schüler auf die Realität des technischen Berufslebens vor. Wir halten uns an ein Modell, das sich in Europa bewährt hat. Wir verbinden das, was hier seit mehreren Jahren gut funktioniert, also die Tradition der beruflichen Bildung, mit dem deutschen Modell. Unsere Schüler haben es auch deutlich schwerer. Sie müssen nicht nur die üblichen slowakischen Normen lernen, sondern auch die europäischen Normen, und das gilt für die gesamte Ausbildung.“
Marián Lovás, Leiter des dualen Ausbildungszentrums von Brose Prievidza

„Die Ziele, nachhaltiges Wirtschaften zu gestalten und eine bessere Welt aufzubauen, ergänzen einander – beide sind unverzichtbare Bestandteile für langfristigen Erfolg! Deshalb unterstützen wir Programme wie Digitale Kompetenzen, MyMachine oder Lehrer der Zukunft zum Wohle unserer Kinder.“
Andreas Truls, Generaldirektor von Deutsche Telekom IT Solutions Slovakia

„Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit verstehen wir in unserem Unternehmen in einem umfassenderen Sinne. Bereits beim Bau unserer Filialen achten wir auf den Umweltschutz und die Verringerung der CO₂-Belastung, investieren in unsere Mitarbeiter und bauen langfristige und faire Beziehungen zu unseren Partnern auf. Zu unseren Prioritäten gehört das Angebot hochwertiger, gesunder und nachhaltiger Produkte, die zu Nachhaltigkeit und einem fairen Umgang entlang der gesamten Wertschöpfungskette beitragen – vom Erzeuger der Rohstoffe über den Verarbeiter bis hin zum Kunden. Seit Langem sind wir uns der Bedeutung und der Notwendigkeit der Förderung der Kreislaufwirtschaft sowie der Tragweite der globalen Umweltherausforderungen bewusst, mit denen wir derzeit konfrontiert sind und die uns in Zukunft erwarten. Deshalb zählen bei uns vor allem Taten, mit denen wir zu einer besseren gemeinsamen Zukunft beitragen wollen.“
Paul Pauls, Generaldirektor von Kaufland Slovenská republika

„Bei Lidl sind wir uns bewusst, dass die Ressourcen unseres Planeten begrenzt sind und der Klimawandel jeden von uns betreffen wird. Wir wissen, dass unsere Stärke in qualifizierten Mitarbeitern und langfristigen, transparenten Beziehungen zu Lieferanten liegt. Dank ihnen sind wir stark und können nachhaltige Projekte auch über unser eigentliches Geschäftsfeld hinaus umsetzen. Nachhaltigkeit liegt einfach in unserer DNA, und wir berücksichtigen sie bei allen wichtigen Entscheidungen. Wir verfolgen die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, die derzeit global wie lokal im Fokus stehen, und wollen nicht am Rande stehen bleiben. Auch deshalb haben wir uns verpflichtet, unsere finanziellen Mittel, unsere Marktposition, Innovationen sowie das Talent und die Entschlossenheit unserer Kollegen einzusetzen, um positive Veränderungen zu bewirken.“
Matúš Gála, Generaldirektor von Lidl Slovenská republika

„Manz stützt seine unternehmerische Nachhaltigkeitspolitik auf drei Säulen: die wirtschaftliche, die ökologische und die soziale.“
Vladimír Boďa, Geschäftsführer von Manz Slovakia

„Wir sind uns der Notwendigkeit bewusst, uns gemeinsam mit der Welt um uns herum zu verändern. Bestandteil unserer Vision bis 2030 ist daher nicht nur die Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und die Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit, sondern nicht zuletzt auch die Stärkung der ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung. Dabei berücksichtigen wir globale Trends im Energiesektor sowie die Ziele im Bereich des Klima- und Umweltschutzes. Wir werden unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen anbieten, die es ihnen ermöglichen, Energie effizienter zu nutzen, oder die Nachhaltigkeit ihrer Geschäftstätigkeit unterstützen.“
Richard Prokypčák, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor von SPP

„Das Ziel von Volkswagen Slovakia, das seit drei Jahrzehnten in der Slowakei tätig ist, ist Nachhaltigkeit in allen Geschäftsbereichen. Dank innovativer Lösungen und des Einsatzes der besten verfügbaren Technologien sind wir zu einem der modernsten Werke der Marke und des Volkswagen Konzerns sowie zur europäischen Fabrik des Jahres 2020 geworden. Damit verbunden ist auch die Erfüllung strategischer Ziele im Umweltschutz. Wir haben uns verpflichtet, bis 2025 Fahrzeuge im Vergleich zu 2010 um bis zu 59 % umweltfreundlicher zu produzieren. Als Teil eines weltweiten Konzerns bekennen wir uns zum Pariser Abkommen und verfolgen das Ziel, bis 2050 sowohl bei unseren Produkten als auch bei deren Herstellung ein CO₂-neutrales Unternehmen zu werden. So können wir gemeinsam eine nachhaltige Zukunft gestalten und anderen als Vorbild dienen.“
Sebastian Krapoth, Vorstand für Personal bei Volkswagen Slovakia

„Im Bestreben, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und die Welt für künftige Generationen zu bewahren, verändern wir unser Denken und unsere Lebenseinstellung und gehen neue Verpflichtungen ein. Unsere Verpflichtung besteht darin, Kunden auf ihrem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften zu unterstützen und sie vor allem durch die Veränderungen im Bereich der Energiewirtschaft und der effizienten Ressourcennutzung zu begleiten.“
Miroslav Kulla, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor von VSE, a. s.

„Der Klimawandel stellt eine der größten Bedrohungen unserer Generation dar, und seine Auswirkungen belasten die am stärksten gefährdeten Gruppen unverhältnismäßig stark. Als Energieunternehmen verfügen wir über ein Potenzial, das wir nutzen können, um den Übergang zu emissionsfreien Lösungen zu gestalten, zu den Zielen des Pariser Abkommens und des europäischen Grünen Deals beizutragen, Ökosysteme zu entwickeln oder wiederherzustellen und eine inklusive Gesellschaft zu schaffen. Auch deshalb wollen wir unseren Kunden Lösungen anbieten, die sich auf jeden Bereich der nachhaltigen Entwicklung positiv auswirken.“
Markus Kaune, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor von ZSE

#PartnerForSustainability ist eine Plattform der AHK Slowakei und ihrer Partnerunternehmen. Ihr Ziel ist es, dazu beizutragen, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit besser mit ökologischer und sozialer Verantwortung in Einklang zu bringen und so den Weg in eine nachhaltige Zukunft mitzugestalten. Die beteiligten Partner sind davon überzeugt, dass sich ein Neubeginn nach der Pandemie nur durch die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft sinnvoll gestalten lässt.

Autor: Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer
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