2 Milliarden Getränkeverpackungen haben die Slowaken seit dem Systemstart gesammelt
Positive Einstellung zum Pfandsystem
„Diese Zahlen belegen, dass die Slowaken in der Rekordzeit von weniger als zwei Jahren seit dem Systemstart das Niveau von Ländern erreichen konnten, die bereits seit Jahrzehnten ein Pfandsystem betreiben. Die Rücklaufquote von Kunststoffflaschen und Getränkedosen, die den diesjährigen Daten zufolge derzeit bei 93 Prozent liegt, erfüllt schon jetzt die gesetzliche Vorgabe, die erst 2025 erreicht werden sollte“, teilte Marián Áč, Geschäftsführer von Správca zálohového systému, mit.
In diesem Jahr konnten bereits fast eine Milliarde Verpackungen gesammelt werden. In der slowakischen Bevölkerung überwiegt eine positive Einstellung zum Pfandsystem. Die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Umfrage, die Správca zálohového systému regelmäßig gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut 2muse durchführt, zeigten, dass 97 Prozent der Einwohner der Slowakei das Pfandsystem kennen und sich dessen Konzept zu eigen gemacht haben.
Finanzielle Motivation ist bei jungen Menschen höher
Die Slowakinnen und Slowaken bekennen sich deutlich zur Unterstützung dieser Umweltinitiative, was ihre Bereitschaft belegt, sich an der Verbesserung der Umwelt zu beteiligen. Laut der Umfrage haben ganze 94 Prozent Prozent der Einwohner persönliche Erfahrungen mit dem Pfandsystem. Als Hauptmotivation für die Pfandrückgabe nannten die Befragten neben finanziellen Aspekten die Verringerung des in der Natur achtlos weggeworfenen Abfalls und die Erhöhung der Recyclingquote von Verpackungen.
Mehr als 60 Prozent der Befragten sehen hinter der Einführung des Pfandsystems vor allem das Bestreben, die Umwelt zu schützen. Die finanzielle Motivation ist insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung unter 35 Jahren stärker ausgeprägt.
Nachhaltige Zukunft
„Mit dem wachsenden Bewusstsein für ökologische Herausforderungen scheint die Bepfandung von Verpackungen auch weiterhin eine Schlüsselrolle bei den Bemühungen um eine nachhaltigere Zukunft zu spielen. Die Slowakei schützt damit nicht nur ihre Natur vor achtlos weggeworfenem Abfall, sondern trägt auch zum Schutz natürlicher Ressourcen bei“, stellte Áč fest.
Der Blick in die Zukunft zeigt ihm zufolge zugleich, dass das Pfandsystem und ökologische Nachhaltigkeit Schlüsselelemente sein können, die die slowakische Gesellschaft in den kommenden Jahren prägen.
„Es ist unerlässlich, dass sich die verschiedenen Interessengruppen zusammenschließen und gemeinsam daran arbeiten, nachhaltigere und umweltverträglichere Lösungen zu erreichen“, fügte Áč hinzu.
Správca zálohového systému ist eine gemeinnützige Organisation, die von einem Konsortium aus vier Organisationen gegründet wurde – Asociácia výrobcov nealkoholických nápojov a minerálnych vôd na Slovensku, Slovenské združenie výrobcov piva a sladu, Slovenská aliancia moderného obchodu und Zväz obchodu SR.
Das Pfandsystem wurde in der Slowakei am 1. Januar 2022 eingeführt. Bepfandet werden alle Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall mit einem Volumen von 0,1 bis 3 Litern, ausgenommen Milch, milchhaltige Getränke, Sirupe und Spirituosen. Pfandverpackungen tragen auf dem Etikett ein großes „Z“ innerhalb der Recyclingpfeile und den Text „Bepfandet“. Mehr als 3 200 Rücknahmestellen sind im System registriert.
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