Leitthema der K 2025: „Digitalisierung annehmen“

Die weltweit führende Messe der Kunststoff- und Kautschukindustrie K 2025 widmet sich den zentralen Herausforderungen der Gegenwart und stellt konkrete Lösungen vor. Vom 8. bis 15. Oktober präsentiert sie in Düsseldorf Innovationen, die die Zukunft der Branche gestalten. Eines der Leitthemen wird „Digitalisierung annehmen“ sein, das die wachsende Bedeutung von Technologien in diesem Sektor unterstreicht.

Die Kunststoffindustrie steht weltweit vor wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen. Zunehmender Wettbewerb, strengere Umweltvorschriften und der Druck hin zur Kreislaufwirtschaft erhöhen den Innovationsbedarf. Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für eine effizientere und nachhaltigere Produktion – automatisierte Prozesse, datengestützte Steuerung und intelligente Vernetzung helfen Unternehmen bereits heute, sich an strengere Anforderungen anzupassen. Laut dem Digitalisierungsindex des BMWK ist der Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft in den vergangenen fünf Jahren um 14 % gestiegen, wobei die größten Fortschritte bei internen Prozessen und der Zusammenarbeit mit Partnern erzielt wurden.

Ein Schlüsselelement der Digitalisierung ist die künstliche Intelligenz (KI), die 78 % der Industrieunternehmen als entscheidend für ihre Wettbewerbsfähigkeit betrachten. Viele Unternehmen zögern jedoch bei ihrer Einführung – fast der Hälfte fehlen die notwendigen Kompetenzen, und 91 % fordern weniger regulatorische Hürden, damit diese Innovationen nicht bremsen. Trotz des allgemeinen Konsenses über die Bedeutung der Digitalisierung schreitet ihre praktische Umsetzung weiterhin langsam voran.

Die Digitalisierung erweist sich als Schlüsselfaktor für eine nachhaltigere und effizientere Kunststoffindustrie. Vernetzte Produktionssysteme ermöglichen eine Optimierung in Echtzeit, wodurch sie die Fehlerquote senken und helfen, besser auf Marktschwankungen zu reagieren. Gleichzeitig schaffen sie Raum für neue Geschäftsmodelle, beispielsweise digitale Plattformen oder Serviceleistungen. Eine bedeutende Rolle wird jedoch die Finanzierung spielen – laut einer Untersuchung des ZEW investiert die Kunststoffindustrie 2,2 Milliarden Euro in Innovationen, was lediglich 1,65 % der gesamten Innovationsausgaben im verarbeitenden Gewerbe entspricht. Andererseits entwickeln ganze 63 % der Unternehmen der Branche aktiv Produkt- oder Prozessinnovationen, was über dem Industriedurchschnitt liegt. Das zeigt, dass die Innovationsbereitschaft vorhanden ist, jedoch auch finanzielle und fachliche Kapazitäten benötigt werden.

Auf der Messe K 2025 wird das enorme Potenzial der Digitalisierung für die Kunststoffbranche nicht nur an mehr als 3 000 Messeständen, sondern auch im Rahmen spezieller Programme vorgestellt. Zu den wichtigsten zählt die offizielle Veranstaltung „Plastics Shape the Future“, organisiert von Plastics Europe Deutschland, sowie das VDMA Forum, das sich den aktuellen Herausforderungen der Branche widmet.

 

Autor: Messe Düsseldorf
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